Hauptleitung in Wolfratshauser Altstadt geplatzt / Mehrere Haushalte ohne Wasser

Land unter am Untermarkt

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Grabarbeiten, um den Rohrbruch in der Wolfratshauser Altstadt zu beheben.

Wolfratshausen – Druckabfall im Wassernetz: So mancher Bürger in Wolfratshausen hat bei der Morgentoilette eine böse Überraschung erlebt – als die Spülung versagte. Der Grund: Eine Wasser-Verteilungsleitung ist am Untermarkt geplatzt - viele Haushalte hatten für mehrere Stunden keinen Wasseranschluss.

„Der Untermarkt ist unter Wasser!“, so lauteten erste Meldungen, die bei der Polizeiinspektion Wolfratshausen gegen 5.20 Uhr am Dienstagmorgen eingingen. Der Grund war eine geplatzte unterirdische Kunststoffleitung. „Dadurch kam es zu einem Druckabfall in großen Teilen des Wassernetzes“, berichtet Wassermeister Tobias Deißer von den Stadtwerken. Toiletten, die per Druckspülung funktionieren, funktionierten dann eben nicht mehr. Allerdings war nach 20 Minuten der Druckabfall wieder ausgeglichen, so Deißer weiter. Um 10.15 Uhr floss das Wasser wieder aus den Hähnen.

Der Wassermeister reagierte sofort und schaltete, die Wasserzuleitung von einem Hochbehälter auf einen anderen um. Die Stadt Wolfratshausen wird nämlich von zwei Hochbehältern gespeist – einer ist für das Gewerbegebiet zuständig, der andere versorgt dagegen die Altstadt, und hier ereignete sich auch der Wasser-Gau. Nach der Umschaltung floss im Großteil des Leitungsnetzes das Wasser wieder, erklärt Deißer. In der Zwischenzeit rückte die örtliche Feuerwehr sowie der Bauhof aus, um die Straße von Steinen, Kies und Geröll frei zu räumen – Untergrundmaterial, das vom Wasser auf die Verkehrsstraße gespült wurde.

Laut Deißer sprudelten rund 600.000 Liter Wasser aus dem kaputten PVC-Rohr. „Wir hatten die glückliche Situation“, sagt er weiter, „dass vor Ort ein Regenwasserkanal iSst“. Dadurch wurde das ganze ausgelaufene Wasser wiederum zurück in die Loisach geleitet. Zudem konnte durch das schnelle Reagieren aller Helfer wohl größerer Schaden vermieden werden. Einigen Geschädigten, die nach dem Rohrbruch vom Wassernetz abgetrennt waren, stellte das Stadtwerk Kanister gefüllt mit Wasser zur Verfügung. „Damit sie sich wenigsten die Hände waschen können.“

Um zum Rohr vorzudringen sperrten die Arbeiter die Schadstelle ab. Dadurch war die Straße im Bereich vor dem Parkplatz am Heimatmuseum, für den Verkehr nur einseitig zu befahren. Im Anschluss daran begannen die Reparaturarbeiten: Das schadhafte PVC-Leitungsstück wurde herausgeschnitten und gegen ein neues ersetzt. Daniel Wegscheider

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