Nachwuchs auf Entdeckungstour

IHK zeichnet Eurasburger Kindertagesstätte „Hand in Hand“ aus

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IHK-Regionalausschussvorsitzender Reinhold Krämmel (hintere Reihe 2.v.l.) freut sich mit Kindern, Elternvertretern, Mitarbeiterinnen, Leiterin Elisabeth Leidl (2.v.l.), Bürgermeister Moritz Sappl (3.v.l.) und Hellfried Uebele (1.v.l.) über die Zertifizierung.

Eurasburg – Einmal pro Woche besucht der pensionierte Physiker Hellfried Uebele die Vorschulkinder in der Eurasburger Kindertagesstätte „Hand in Hand“, um ihnen naturwissenschaftliche Phänomene näher zu bringen. Jetzt wurde die Kita von der IHK  zum „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.

Einmal in der Woche bringt Hellfried Uebele eine große Kiste mit in den Kindergarten. „Im Idealfall brauche ich dann gar nichts mehr zu machen“, erklärte der Physiker im Ruhestand. Die Kinder experimentierten mit den Dingen, und obwohl er als Mann vom Fach eine genaue Vorstellung davon habe, was in dem einen oder anderen Fall dabei herauskommen müsse, sei er immer wieder erstaunt, wenn die Kinder bei der Beschäftigung mit den Materialien etwas ganz anderes herausfänden. 

Parallel zu Uebeles Experimentierstunden hatten mehrere Fachkräfte der Kita an Schulungen zur Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte teilgenommen. Dieses Engagement wurde nun von der IHK mit dem Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ belohnt. Damit ist die Eurasburger Kita die neunte von 34 Einrichtungen im Landkreis, die eine Plakette und Urkunde erhielten.

Lernen ohne ständig etwas vorzugeben, die Kinder das Ruder in die Hand nehmen zu lassen, ist eines der Anliegen der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, „aber auch, sie für die Naturwissenschaften zu begeistern und das Verständnis besonders für die späteren MINT-Fächer zu fördern“, so der IHK-Regionalausschussvorsitzende Reinhold Krämmel. 

Die IHK unterstützt die Stiftung seit 2011 und setzt deren Angebote in ganz Oberbayern um. Das Projekt orientiert sich an der Beschäftigung mit den Elementen. So war im Herbst das Element Feuer dran, aber auch die anderen Elemente wie Wasser oder Luft kämen in den nächsten Wochen an die Reihe, erläuterte Kita-Leiterin Elisabeth Leidl die weiteren Pläne. Derzeit durchlaufen drei Vorschulgruppen mit jeweils fünf bis acht Kindern Uebeles Naturwissenschaftsschule. 

Ein „Haus der kleinen Forscher“ kann jede Kindertagesstätte werden. Die Vorgabe lautet, dass dazu mindestens zwei Erzieherinnen regelmäßig an Workshops teilnehmen und ihre Ideen mit den Kindern umsetzen müssen. In ganz Bayern sind bereits rund 4500 Kindertagesstätten und Kindergärten dabei. Bürgermeister Moritz Sappl dankte den Mitarbeiterinnen der Kita, den Eltern sowie Hellfried Uebele für ihr großes Engagement und ihre Aufgeschlossenheit neuen Ideen und Wegen gegenüber. sge

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