Kutschfahrt statt Hausbesuch

Heilige Nikolaus tourt am Sonntag mit zwei Pferdestärken durch Königsdorf

Der Nikolaus von Königsdorf wird trotz der Corona-Pandemie am Sonntag, 6.Dezember, eine Dorfrundreise machen.
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Der Nikolaus von Königsdorf wird trotz der Corona-Pandemie am Sonntag, 6.Dezember, eine Dorfrundreise machen.

Königsdorf – Für die Kleinen ist er einer der Höhepunkte der Vorweihnachtszeit: der Nikolaustag. In diesem Jahr hat der Königsdorfer Nikolaus wegen der Corona-Pandemie seine Hausbesuche absagen müssen.

Zuhause bleiben wird er dennoch nicht: Am Sonntag, 6. Dezember, tourt er mit seinem Gefährten Krampus auf vier Rädern und von zwei Pferden gezogen durch Königsdorf.

Was machen Nikolaus und Krampus in Corona-Zeiten? „Seit Anfang der 1960er-Jahre besucht der Nikolaus die Kinder in Königsdorf“, erzählt Max Schlickenrieder, Vorstand des TSV Königsdorf. Schon so lange sind die Besuche des als Bischof von Myra verkleideten Mannes Sache des Vereins. Noch nie sei es vorgekommen, dass er mal nicht bei den Kindern einkehrte.

„Als klar war, dass der klassische Nikolausbesuch ausfallen muss, wollten wir erst gar nichts anderes machen“, so Schlickenrieder. Johann Hartl (CSU) war es dann, der die Idee von der Kutschfahrt durchs Dorf in den Königsdorfer Gemeinderat einbrachte. Er ist es auch, der dem Nikolaus auch die Pferde „ausleiht“.

Stationen der Rundreise

So wird der Nikolaus von Königsdorf trotz der Corona-Pandemie am Sonntag eine Dorfrundreise machen. Ganz standesgemäß in einer Kutsche, gezogen von zwei Pferden. Die Rundreise beginnt um 13.30 Uhr, startet an der Leismühle und führt über die Höckstraße zur Hauptstraße, Tölzer Straße, Osterhofener Straße, Dorfstraße bis zum Ortsende von Osterhofen und zurück zur Tölzer Straße, Ludwigstraße, weiter über die Hauptstraße, Beuerbergerstraße zur Leismühle. Der Nikolaus wird während seiner Dorfrundfahrt nicht anhalten. „Auch wirft er keine Geschenke oder ähnliches“, fügt Schlickenrieder hinzu.

Darüber hinaus weist Schlickenrieder darauf hin, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden. Nur bei sehr schlechtem Wetter fällt die Dorfrundfahrt vom Nikolaus aus. Übrigens: Auch in der Kutsche habe man auf die Regeln Rücksicht genommen, meint der TSV-Vorstand schmunzelnd: Kutscher und sein Kompagnon stammen danach ebenso aus einem Haushalt wie der Nikolaus und dessen Krampus. Sandra Gerbich

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