Unterhaltsame Geschichte

Historischer Verein Wolfratshausen plant sechs Veranstaltungen

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Vorsitzende Dr. Sybille Krafft und ihr Stellvertreter Bernhard Reisner stellten das neue Veranstaltungsprogramm im Badehaus vor.

Wolfratshausen – Die ehrenamtliche Erforschung und Pflege der Geschichte des Altlandkreises Wolfratshausen sowie die Vermittlung von Wissen sind die Hauptziele des Historischen Vereins Wolfratshausen, der auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm präsentiert.

Vorsitzende Dr. Sybille Krafft und ihr Stellvertreter Bernhard Reisner stellten die neuen Veranstaltungshöhepunkte erstmals im Rahmen eines Neumitgliederempfangs im Erinnerungsort Badehaus vor. Los geht’s am 8. März um 20 Uhr in der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt mit einem Filmabend zum internationalen Frauentag, den der Historische Verein in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Isar-Loisach (KIL) veranstaltet. Gezeigt wird der Spielfilm „Drei Schwestern made in Germany“, den der 2011 in Deining verstorbene Regisseur Oliver Storz fünf Jahre vor seinem Tod gedreht hat und zu dessen Vorführung auch Überraschungsgäste erwartet werden. „Selbstverständlich sind auch Männer willkommen“, erklärte Krafft. Das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich 2020 zum 75. Mal jährt, wird gleich in mehreren Veranstaltungen thematisiert. So setzt sich am 2. Mai um 10 Uhr ein Gedenkzug vom Todesmarsch-Mahnmal in Buchberg zum Erinnerungsort Badehaus in Bewegung. Ebendort beginnt um 11.30 Uhr ein Festakt mit Musik, Zeitzeugengesprächen und einer Ausstellung von Bildern des im Dritten Reich verfolgten Künstlers Karl Maldek. „Der Zeitzeuge Jack Adler wird extra aus Amerika zu diesem Ereignis einfliegen“, kündigte Krafft an. Sie bedankte sich in diesem Zusammenhang für die finanzielle Unterstützung der Städte Wolfratshausen und Geretsried, ohne die die kostspielige Veranstaltung kaum gestemmt werden könnte.

Nicht minder interessant ist die bis ins frühe Mittelalter reichende Geschichte von Münsing. Der neuen Schatzmeisterin des Historischen Vereins, Mechthild Felsch, gelang es, am 20 Juni ab 14 Uhr einen historischen Rundgang mit den Chronisten Dr. Johannes Bernwieser und Dr. Benno Gantner sowie dem Archäologen Markus Fagner zu organisieren. Im Anschluss treffen sich die Mitglieder im Gasthof Altwirt zur Jahreshauptversammlung.

Eine „moderne Ruine“ im Herzen der Wolfratshauser Altstadt steht am 13. September im Fokus. An diesem Tag des offenen Denkmals berichten die Vorstandsmitglieder Annekatrin Schulz und Ludwig Gollwitzer über die Geschichte des ehemaligen Isar-Kaufhauses und verraten auch, was es mit dem alten Kornspeicher und dem Seifensieder-Anwesen auf sich hatte. Treffpunkt für die zwei Führungen um 14 und 16 Uhr, bei denen der der Ickinger Dokumentarfilmer Rüdiger Lorenz auch historische Aufnahmen des Isar-Kaufhauses zeigen wird, ist der Marienplatz. „Das ganz große Besteck fahren wir dann am 21. November in der Loisachhalle auf“, verspricht Vize-Vorsitzender Bernhard Reisner. Denn in der historischen Revue „Als die Amis ins Isartal kamen“ bekommt das Publikum ein buntes Potpourri aus Musikaufführungen, Tänzen, Zeitzeugeninterviews, Filme und kabarettistische Einlagen geboten. Der Historische Verein profitiert hier von einer neuen Kooperation mit der Stadt Wolfratshausen, die die Show in ihr „Kultur-pur-Programm“ eingebunden hat. Mit einem Filmabend zur Geschichte der nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern angekommenen Flüchtlinge endet das Veranstaltungsjahr am 11. Dezember im Badehaus. Vorsitzende Dr. Sybille Krafft wird dabei nicht nur ihren neuen Dokumentarfilm „Damals angekommen in Bayern“ der Öffentlichkeit präsentieren. Zudem werden Zeitzeugen über ihre Anfangsjahre in Geretsried und Waldram berichten.

Peter Herrmann

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Interessierte können sich unter Tel: 08171/3459-05 oder per E-Mail an info@histvereinwor.de oder info@hinterhalt.de (8. März) für die jeweiligen Veranstaltungen anmelden. Weitere Infos zu Eintrittspreisen und Anfangszeiten unter: www.histvereinwor.de

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