Gesundheit bei hohen Temperaturen

Hitze-Alarm: Was tun? Arzt der Asklepios Stadtklinik gibt wichtige Tipps

Die erste Hitzewelle des Jahres rollt uns zu und sorgt für hohe Temperaturen über 30 Grad. Das kann gefährlich werden.
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Die erste Hitzewelle des Jahres rollt uns zu und sorgt für hohe Temperaturen über 30 Grad. Das kann aber auch gefährlich werden.

Landkreis - Die erste Hitzewelle des Jahres rollt an, aber hohe Temperaturen können auch gefährlich sein. Die Tölzer Stadtklinik mahnt zur Vorsicht.

Hitzewelle in Bayern. In dieser Woche erwarten Wetterexperten für Bad Tölz und das Oberland konstant hochsommerliche Temperaturen von bis 30 Grad. Die Hitze birgt auch einige Gefahren. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind dann die typischen Symptome. Prof. Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle, Chefarzt für Innere Medizin und Intensivmedizin der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz erklärt, welche Personengruppen besonders gefährdet sind und gibt Tipps für den richtigen Umgang mit der Hitze.

Bei Hitze muss das Herz mehr pumpen

„Hauptsächlich von der Hitze betroffen sind ältere Patienten, sowie Patienten mit einer Herzinsuffizienz oder einer koronaren Herzerkrankung. Bei hohen Temperaturen muss das Herz mehr Blut durch den Körper pumpen, daher macht die Hitze Patienten mit einer verminderten Pumpfunktion des Herzens besonders zu schaffen. Sie sollten dann jede Anstrengung vermeiden und sich überwiegend in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten“, betont Kreider-Stempfle weiter.

Trinken Sie über den Durst

Prof. Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle

Häufig sei ein Flüssigkeitsmangel Ursache für die Beschwerden. Insbesondere ältere Menschen reagieren darauf empfindlicher. „An heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf mitunter erheblich.“, erklärt der Kreider-Stempfle. „Das körpereigene Kühlungssystem stößt dann schnell an seine Grenzen und es kann zu einer Dehydrierung kommen.“ Da vor allem im Alter das spontane Durstgefühl nachlasse, lautet eine der goldenen Regeln: „Trinken Sie über den Durst“.

Prof. Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle, Chefarzt für Innere Medizin und Kardiologie, Angiologie, Diabetologie und Intensivmedizin der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz.

„Da unser Körper zu 60 Prozent und unser Gehirn sogar zu 80 Prozent aus Wasser bestehen, macht sich ein Flüssigkeitsmangel als Erstes im Kopf bemerkbar. Die Patienten klagen dann über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein“, so der Chefarzt der Inneren Medizin. Aber auch eine Bewusstseinstrübung könne eine ernst zu nehmende Folge der Hitze sein. Außerdem gehen durch das Schwitzen auch wertvolle Mineralstoffe verloren, die der Körper für seine Stoffwechselprozesse benötigt. Kreider-Stempfles sagt: Insbesondere kleine Kinder sowie ältere und kranke Menschen müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein.“  

„Goldene Regeln“ für den richtigen Umgang mit der Hitze

Während die meisten Menschen die Sommerwärme voll genießen, sollten vor allem ältere Menschen und Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Diese Tipps gibt der Asklepios-Arzt:

  • Tragen Sie luftige Kleidung und eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
  • Halten Sie sich möglichst überwiegend in kühlen Räumen auf.
  • Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung.
  • Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus.
  • Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie Siesta.
  • Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
  • Trinken Sie mehr als sonst, „immer über den Durst“, aber keinen Alkohol und nicht zu kühle Getränke.
  • Trinken Sie nicht zuviel auf einmal, denn pro Stunde können Sie nur 500 – 800 ml Flüssigkeit aufnehmen und sinnvoll verwerten. Am besten trinken Sie über den Tag verteilt jede Stunde ein Glas Wasser, auch wenn Sie noch keinen Durst haben.
  • Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.

dwe

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