1. dasgelbeblatt-de
  2. Lokales
  3. Bad Tölz - Wolfratshausen

Sicherung des Überschwemmungsgebietes der Großen Gaißach und Linsensägbach

Erstellt:

Von: Daniel Wegscheider

Kommentare

Die Große Gaißach
Die Große Gaißach fließt unter der B13 entlang und dann in die Isar. © Rainer Bannier

Bad Tölz/Gaißach – Die Verwaltung am Landratsamt hat die vorläufige Sicherung des Überschwemmungsgebietes der Gewässer Große Gaißach und Linsensägbach verlängert.

„Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv vorzusorgen, um Hochwasserschäden zu minimieren“, heißt es vonseiten des Landratsamtes. Eine Voraussetzung zur Vermeidung von Schäden sei es, die Gebiete zu ermitteln, die bei einem Bemessungshochwasser voraussichtlich überschwemmt werden. Grundlage für die Ermittlung der Überschwemmungsgebiete ist ein Hochwasserereignis (HQ 100) – das statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten ist.

Große Gaißach konnte bei Hochwasser Gaißach-Mühl, die Tölzer Siedlung und Gewerbegebiet Mosersäge überfluten

Für die Gewässer Große Gaißach und Linsensägbach in der Gemeinde Gaißach und der Stadt Bad Tölz wurde das vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim ermittelte Überschwemmungsgebiet für ein HQ 100, mit amtlicher Bekanntmachung vom September 2017 vorläufig gesichert. Die Große Gaißach könnte, wie berichtet, bei Hochwasser Gaißach-Mühl, die Tölzer Siedlung, das Gewerbegebiet Mosersäge sowie die Brücke der Bundesstraße 13 bedrohen.

Die Sicherung endet nun heuer im September und wird laut Landratsamt hiermit um zwei weitere Jahre verlängert. Die Verwaltung weist ausdrücklich darauf hin, „dass es sich dabei um die Ermittlung und Dokumentation einer von Natur aus bestehenden Gefährdungslage und nicht um eine Planung handelt“.

Die Ermittlung und vorläufige Sicherung des Überschwemmungsgebietes diene somit in erster Linie dem Erhalt von Rückhalteflächen, der Bildung von Risikobewusstsein, der Gefahrenabwehr und der Sicherstellung eines schadlosen Hochwasserabflusses. Des Weiteren soll die Sicherung auf Gefahren aufmerksam machen und der Erhaltung und dem Schutz freier unbebauter Flächen als Retentionsraum sowie Schäden in bebauten Gebieten durch Hochwasser vermieden dienen.

Wie berichtet, ist konkret auf der tief gelegenen, ebenen Wiese zur Tölzer Siedlung hin ein rund 500 Meter langer und ein bis drei Meter hoher Hochwasserschutzdeich angedacht; der in diesem Bereich befindliche Bolzplatz wird nach Süden verlegt. Ebenfalls erhört werden soll die Uferbefestigung zum Gaißacher Gewerbegebiet Mosersäge hin.

Die bei einem Bemessungshochwasser überschwemmten Flächen sind auf Übersichtskarten dargestellt und können im Internet auf www.bayernatlas.de sowie Tölzer im Landratsamt (Zimmer-Nr. 2.070), in der Gemeinde Gaißach sowie der Stadt Bad Tölz während der üblichen Dienstzeiten eingesehen werden.

Auch interessant

Kommentare