Höheres Bußgeldverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten

Mehr Isar-Ranger

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Die Wildflusskämpfer: (v.l.) Sabine Walter, Franz Steger, Caroline Singer (alle LRA), Landrat Josef Niedermaier sowie die Ranger Kaspar Fischer, Bernhard Wahler, Axel Kelm, Sebastian Thalhammer, Bernhard März und Stefan Goller.

Bad Tölz – Die Isar-Ranger sind wichtig für Schutz und Erhalt des Wildflusses: Derzeit sind im Landkreis vier Isar-Ranger im Einsatz. Nördlich von Bad Tölz sind dies Bernhard März und Sebastian Thalhammer, im Süden sind dies Kaspar Fischer sowie Stefan Goller.

Die Projekt-Partner Naturpark Tiroler Lech, der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und der Naturpark Karwendel haben sich zum Ziel gesetzt die Natur rund um die Wildflüsse Iller, Lech, Loisach, Ammer, Isar, Rißbach, Tiroler Ache sowie deren Nebenflüsse zu erhalten. Außerdem den zunehmenden Tourismus zum Schutz der Umwelt grenzüberschreitend zu kanalisieren.

Zusätzlich sind bis 2020 im Rahmen des Interreg-Projekts „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen – Für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ mit Axel Kelm und Alfred Matuschek zwei weitere Ranger unterwegs. Als siebter Ranger verstärkt Bernhard Wahler im Süd-Landkreis die Gruppe als neues Mitglied der Naturschutzwacht.

Die Isar-Ranger kümmern sich unter anderem um die Beschilderung der Schutzgebiete, beseitigen Müll und Feuerstellen, halten die Wege instand, bekämpfen invasive, gebietsfremde Pflanzenarten und verrichten Mäharbeiten. Außerdem leisten sie mit Exkursionen für Schulklassen und Interessierte sowie durch Gespräche mit Touristen einen wertvollen Beitrag zur Umweltpädagogik.

90 bis 95 Prozent der Besucher verhalten sich ordentlich, nehmen ihren Müll mit nach Hause. Da sind sich die sieben Ranger einig. Anders die verbleibenden fünf Prozent. Die würden schon betrunken in ihre Schlauchboote steigen, diese auf Kiesinseln schleifen und dadurch die Gelege von Kiesbrütern zerstören. Selbst für gut geschulte Augen seien die getarnten Eier schwer zu entdecken, erklärt der Ranger Thalhammer. Geschockt zeigten sich die Ranger auch über die hohe Zahl der Glasscherben, die sie im Fluss oder auf seinen Bänken finden. Neben der Verletzungsgefahr könne bei Sonnenschein durch das Glas ein Feuer entfacht werden. Sogar ausrangierte Schlauchboote haben die schon gefunden.

Aufgrund des heißen Sommer seien heuer wieder viele Schlauchbootfahrer auf der Isar unterwegs gewesen. Viele Isaranwohner erwarten laut Landrat Josef Niedermaier eine Lösung des Problems vom Landratsamt. Ihm persönlich wäre eine Lizenzierung gewerblicher Anbieter wie in Österreich am liebsten. Doch das sei hierzulande nicht ganz so einfach. Ihm schwebe eine Verordnung vor, um die Auswüchse zu bekämpfen. Norbert Jiptner

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