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Holzkirchen erhält Grünes Zentrum

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Das zähe Ringen um den Standort zum Grünen Zentrum hat ein Ende: Holzkirchen hat den Zuschlag für die zentrale Zusammenlegung des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, die Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschule sowie der Geschäftsstellen des Bauern-, des Waldbesitzerverbandes sowie des Maschinenrings bekommen. Das bestätigte am Donnerstagnachmittag das Bayerische Landwirtschaftsministerium. Nun muss noch der Landtag grünes Licht geben und über eine Petition der Wolfratshauser CSU befinden.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat mittlerweile die Bürgermeister der in Frage stehenden Standorte – neben Wolfratshausen waren dies noch Baiernrain (Dietramszell) sowie Bad Tölz – mit einem Schreiben zu seiner Entscheidung informiert. Darin erklärt Brunner die „deutliche Präferenz“ für Holzkirchen, indem er auf die isolierte Betrachtung des Kapitalwertes sowie den Nutzwert verweist. Dieser Standort werde auch von den potentiellen berufsständischen Partnern bevorzugt, so der Minister. Gleichzeitig besteche Holzkirchen mit höheren Bewerberzahlen bei den Studierenden in den jeweiligen Fachrichtungen. Bis zur endgültigen Entscheidung müsse laut Brunner noch über die Petition der Wolfratshauser CSU befunden werden. Auch stünden noch die Entscheidungen der Kreistage in Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach zur Übernahme des Sachaufwandes für die Landwirtschaftsschule aus. Schließlich müssten noch die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen zur Abwicklung der künftigen Mietzahlungen geschaffen werden. Und nicht zuletzt steht noch eine europaweite Ausschreibung über die Errichtung eines „Bestellbaus“ mit dem Ergebnis, dass die kalkulierten Investitionssummen eingehalten werden aus. Brunner räumt ein, dass das Abwägungsergebnis eine Härte für die Standorte Miesbach und Wolfratshausen (den bisherigen Standorten, d.Red.) darstelle. Auch sei ihm bewusst, dass Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber die Entscheidung gerne zugunsten seiner Heimatstadt Wolfratshausen gesehen hätte. Brunner: „Er hat mir aber bestätigt, dass der aufgezeigte Weg nachvollziehbar ist und eine faire Entscheidungsgrundlage darstellt.“

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