Hotel, Sportstudio und Wohnhäuser an Arzbacher Straße: Baubeginn für 2018 geplant

Parkhotel mit Sonnenterrasse

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Hotelprojektköpfe: (v.l.) Bürgermeister Josef Janker, Planer Matthias Lowin und Manuel Geiger sowie Architekt Oliver Hofmeister.

Bad Tölz – „Bewusst Leben, Gastkultur und Wohlgefühl in Bad Tölz“ – allesamt Schlagwörter, die für das neue Hotelprojekt an der Arzbacher Straße werben. Zu lesen waren die Sprüche auf Plakaten beim Pressegespräch am vergangenen Donnerstag im Tölzer Kurhaus. Dort informierten nun die zuständigen Projektentwickler zusammen mit Bürgermeister Josef Janker über den aktuellen Status quo zum geplanten Hotelneubau neben der Isar.

„Vom Masterplan zum konkreten Plan“, leitete Josef Janker ein. Der aktuelle Plan sieht ein Hotel in T-Form mit insgesamt 147 Doppelzimmern à 21 Quadratmetern und vier Suiten vor. Zusätzlich werden auf dem knapp 14.000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Bockschütz- und Arzbacher Straße auf einer Nutzfläche von 3.000 Quadratmetern Fläche fünf Häuser entstehen (wir berichteten). Darin werden barrierefreie (Personenlift) Wohnungen mit je 60, 85 und 100 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen zum Verkauf angeboten. Ursprünglich geplant waren zuvor sogenannte Serviced Apartments. Meint: gehobene Ferienwohnungen, deren Bewohner den naheliegenden Hotel-Service mit in Anspruch nehmen könnten. Eine Idee, „die in Österreich und Deutschland keine Abnehmer findet“, erklärt Matthias Lowin, Geschäftsführer der Feuring Hotelconsultung GmbH aus Mainz. Daher wurde das ursprüngliche Konzept ebenso verworfen wie das eigentlich von der österreichischen Firma Arcus geplante Doppel-Hotel. Genauer, ein Drei- sowie ein Vier- Sterne-Haus, die es auf insgesamt 220 Betten gebracht hätten. Eine Dimension, die sich logistisch und ökonomisch als wenig sinnvoll herausstellte, analysierte Lowin. „Zwei Hotels nebeneinander ist schwierig.“ Jetzt werden es also insgesamt 70 Zimmer weniger sein. Bäume und Autos Weniger ist im Volksmund bekanntlich mehr und bei diesem Projekt sogar hochwertiger. Dadurch, das jetzt nur ein Komplex anstatt zwei Hotelgebäuden gebaut wird, sei die Parkfläche größer, bemerkte Manuel Geiger, Geschäftsführer der Firma Arcus. Apropos Park: „Das höchste auf dem Grundstück sollen die Bäume sein“, sagte Oliver Hofmeister vom Münchner Architekturbüro Oikios. Die Räume zwischen dem dreigeschossigen Hotel mit Satteldach und den Wohnhäusern (Erd-, Ober- und Dachgeschoss) soll „ein verbindendes Grün“ sein – eine Wohlfühloase mit Sonnenterrassen für die Anwohner. Darum werde auch Wert darauf gelegt, das ganze Areal autofrei zu halten. Die Anfahrt der Häuser mit dem Pkw erfolgt unterirdisch über eine Tiefgarage mit rund 85 Stellplätzen. Kein Luxus, sondern Standard. „Bewohner von Wohnanlagen setzen das mittlerweile voraus“, erklärte Geiger. Und auch die Hotelgäste wünschten sich dies. Ruhe wünschen sich aller Voraussicht auch die unmittelbaren Nachbarn des geplanten Hotelprojekts. Dafür gab es bereits im Vorfeld einige Anliegertreffen, die zum Austausch zwischen Stadtverwaltung, Entwicklern und den Bürgern angedacht war. „Geiger wird in den kommenden Wochen vor Ort die Grundstücke der Anlieger besuchen, um gemeinsam die besten Lösungen zu entwickeln“, teilt die Pressesprecherin der Stadt Bad Tölz, Isabella Wolfgruber, mit. Ein Platz der Mitte für Jedermann Generell soll der Platz um den Gabriel-von-Seidl-Weg, der sich quer durch die Parkanlage zieht und dabei Hotelkomplex von den fünf Wohnanlagen trennt, ein Platz der Mitte werden. Wie berichtet, ein Knotenpunkt für Gäste und Einheimische, die von dort aus bequem an das Wegenetz des Badeteils eingebunden und an die Stadtmitte angeschlossen sind. Neben dem Hotel und den Residenzen ist ebenso geplant, das Sportstudio Hirsch mit in die grüne Oase zu integrieren. Im viergeschossigen und sechseckigen Gebäude, das der Architekt in der südwestlichen Arealecke platzierte. Für Charly Hirsch, der 1981 sein Sportstudio eröffnet hat, ist es eine Erfolgsgeschichte: „Das ist für unsere Region super“, lobte er. „Wir leben nicht nur von den Einheimischen.“ Mit seinem neuen Konzept Sensofit – Sinne und Körper betreffend – bietet er Gästen und Einheimischen zukünftig neue Bewegungsstrategien an. Bis alles soweit ist, wird noch einiges Wasser die Isar hinunter fließen: Die aktuelle Planung soll nun Grundlage für einen Bebauungsplan sein, den die Stadt aufstellen wird. „Ich hoffe, dass wir nächstes Frühjahr mit dem Bau beginnen können“, sagte Geiger. Die Planer rechnen mit einer Entwicklungs- und Bauzeit von rund zwei bis drei Jahren. „Das Hotel wird als erstes gebaut und als letztes fertiggestellt.“ Bürgermeister Janker ist indes vom Hotelprojekt begeistert: „Es ist ein Gewinn für Bad Tölz.“ Daniel Wegscheider

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