Zum Hotel „Bergeblick“

Vertrag zwischen Investor und Stadt soll Details regeln

Will auf der Wackersberger Höhe ein Hotel bauen: Investor Johannes Tien.
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Will auf der Wackersberger Höhe ein Hotel bauen: Investor Johannes Tien.

Bad Tölz – Beim Hotelprojekt Wackersberger Höhe soll zwischen dem Investor Johannes Tien und der Stadt Bad Tölz ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden.

Der Vertrag soll Details des Projekts „Bergeblick“ regeln.

Bereits in der Bauauschuss-Sitzung am Dienstag wurde über den Vertrag in der nichtöffentlicher Sitzung beraten. Dies gefiel Franz Mayer-Schwendner (Grüne) nicht, er stellte den Antrag, die „Eckpunkte des städtebaulichen Vertrags Bebauungsplan Wackersberger Höhe“ öffentlich zu diskutieren. Sein Argument: Das Hotelvorhaben stehe derart im Fokus, dass die Öffentlichkeit die Eckpunkte erfahren sollten. Bürgermeister Ingo Mehner (CSU) war noch kurzem Nachdenken der Meinung: „Das ist rechtswidrig.“ Das wollte Mayer-Schwendner nicht überzeugen, schließlich sei im September 2016 im Bauausschuss über den städtebaulichen Vertrag des damals ebenfalls sehr umstrittenen Projektes „Bichler Hof“ ebenfalls öffentlich diskutiert worden.

Bürgermeister unterbricht Sitzung

Daraufhin unterbrach der Tölzer Bürgermeister die öffentliche Sitzung, die grade erst beginnen hatte, schickte die Zuhörer in den Vorraum, um nach kurzer Beratung zu verkünden, es bleibe alles wie geplant, die Beratung werde nichtöffentlich vorgenommen.

Inzwischen hat die Fraktion der Grünen im Stadtrat eine Pressemitteilung versandt, in der folgende Forderungen für das Hotel auf der Wackersberger Höhe aufgestellt werden: Das Betriebskonzept ist schriftlich vorzulegen: Mindestens 40 Zimmer, Ferienwohnungsnutzung ist unzulässig, die Vermietung von Zimmern wie Chalets länger als sechs Wochen ist unzulässig. Bei der Gestaltung soll die maximale Höhenentwicklung und Lage des Hauptbaus festgelegt werden, ebenso die Lage und Höhenentwicklung der Chalets.

Nach Meinung der Grünen ist ein Fassaden- und Dachkonzept vorzulegen, angepasst an die Landschaft, außerdem ein Grünkonzept (landschaftspflegerischer Begleitplan) und ein zumindest grundsätzlicher Grundriss-Plan.

Die Grünen wollen außerdem einen verbindlicher Bauzeitenplan. Im Falle einer Veräußerung soll die nur als gesamte Einheit aus Hotel und Chalets möglich sein, eine Veräußerung einzelner Bestandteile sowie Grundstücksteilung ist unzulässig.

Obwohl man bei der Stadt Bad Tölz seit Jahren nach einem Investor für ein Hotelprojekt sucht, ist das Vorhaben des Wackersberger Investors Johannes Tien unter dem Namen „Bergeblick“ in den letzten Monaten mehrfach scharf kritisiert worden. Dennoch hat sich eine Mehrheit im Stadtrat für das Vorhaben ausgebrochen, das wiederholt auf der Tagesordnung stand und sicher noch mehrfach diskutiert werden wird.

Der Vertrag zum Hotelprojekt „Bergeblick“ wird in der Stadtratssitzung am Dienstag, 24. November, um 17 Uhr im Tölzer Kurhaus im nichtöffentlichen Teil behandelt. bo

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