Bücherei muss weichen

Icking: Umzug wirkt sich positiv auf Leseförderung aus

Ein Kind in einer Bücherei
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Mit dem Pausengong in die Bücherei nebenan sausen können künftig die Ickinger Schüler im ersten Stock des Schulhauses. (Symbolbild)
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Icking – Ein Gruppenraum im Schulhaus wird das neue alte zu Hause für die Ickinger Kinder- und Jugendbücherei, so wie es vor Jahrzehnten schon einmal war.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, dass die Bücherei der Offenen Ganztagsschule weichen muss.

„Diese Rolle rückwärts ist eine Herzblutvernichtung“, berichtet Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI). Im Jahr 2014 hatte die Bücherei ihre Räume im Untergeschoss im „Haus des Kindes“ bezogen. Um alle Schüler unterbringen zu können, braucht die Schule aber neue Räume, zumal das kommende Schuljahr ein besonders starker Jahrgang sein wird.

Bei der im Vorfeld lang geführten Debatte wurden aufgrund des hohen Stellenwertes der Bücherei alle Seiten neuer möglicher Standorte beleuchtet. Die Leitung der Bücherei wurde dabei ebenso miteinbezogen wie der Schuldirektor. „Uns war klar, dass dies kein Schnellschuss sein darf. Wir wollen einen echten Raum für die Bücherei und keinen, bei dem sie nur vorübergehende geduldet wird“, so die Rathauschefin weiter.

So war nach einigen Lösungsansätzen klar, dass weder ein Tiny House, ein Übungsraum der Blaskapelle oder ein Container in Frage kommen würde. „Die Idee mit dem Tiny House klingt zwar netter als eine Bleibe im Container, aber im Grunde wäre das auch nur eine Zwischenlösung“, betont Reithmann. Einen Vorteil sieht sie dennoch bei der räumlichen Nähe der Kinder- und Jugendbücherei zu den Schulkindern: „Ja, es ist beengter, aber die Bücherei ist damit dicht an den Schülern dran. Mit dem Pausengong können die Kinder direkt hinüber sausen.

Und im Deutschunterricht kann die Bücherei stärker eingebunden werden. Das ist eine besondere Leseförderung“, so die Bürgermeisterin. Auch ihre Kinder haben das bereits so erlebt und sehr geschätzt. Mögliche Lesungen und andere Veranstaltungen der Bücherei könnten dann wieder in der Aula stattfinden.

Eins stehe allerdings fest: bei möglichen zukünftigen Baumaßnahmen werde man immer im Kopf behalten, wie die Bücherei mit eingebunden werden könnte. Nächste Schritte werden in naher Zukunft betrachtet: „Wir schauen auf die Entwicklung der Stadt, und prüfen derzeit was wann erweitert oder saniert werden muss – etwa die Turnhalle, aber auch in der Schule und in der KiTa.“

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