Schwierige Standortsuche

Mobilfunkbetreiber prüfen in Icking immer noch – Kritiker wollen Minimallösung

Mobilfunk: Wildwuchs an genehmigungsfreien Antennen wie am Bauhof beenden
+
Mobilfunk: Eine wenige „Supermasten“ an ausgewählten Standorten sollen den Wildwuchs an genehmigungsfreien Antennen der alten Generation wie hier am Bauhof beenden.

Icking – Wenig Neues gibt es derzeit in Sachen Mobilfunk, obwohl viele Ickinger Bürger mit Spannung darauf warten, wie sich die Mobilfunkriesen Vodafone und Telekom entscheiden werden.

„Vodafone prüft immer noch, ob ein Mast am Sportgelände bautechnisch möglich ist“, so Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI) kürzlich im Ickinger Gemeinderat. Das Areal gilt wegen seines Gefälles als schwierig. Aber nur dort macht der Teilflächennutzungsplan eine Errichtung möglich. Auch die Telekom ist derzeit noch mitten in der Prüfung des Standorts an der Straße Richtung Waldhausen und hat bislang weder die Gemeinde noch den Eigentümer über ein Ergebnis informiert.

Die Bürgermeisterin teilte mit, auch diesmal wieder viele Anregungen aus der Bevölkerung zum weiteren Vorgehen erhalten und viele Gespräche geführt zu haben. So gibt es etwa Mobilfunkkritiker mit rund 100 Anhängern, die sich für eine sogenannte Minimallösung aussprechen, das heißt, nur die Bedürfnisse der Telekom abzudecken, die mit dem Funkmast die S-Bahn versorgen will. Dafür würde ein Standort bei Schützenried nahe der Gleise reichen, meinen sie. Dem Masten an der Wadlhauser Straße, der auch zur Versorgung des Ickinger Nordens gedacht ist, lehnen sie wegen der in ihren Augen unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken ab. Er stehe zu nah an den Schulen und der Wohnbebauung, kritisieren sie. Außerdem sind sie mit der funktechnischen Versorgung zufrieden.

Reithmann sprach aber auch von einem gegenteiligen Stimmungsbild. So habe sie der Brief eines Anwohners erreicht, der über die 20 Jahre „miserabler Versorgung“ klagte und auf die gesundheitlichen Gefahren beim Telefonieren mit schlechtem Empfang hinwies. Die Bürgermeisterin bedauerte, zurzeit keine Bürgerversammlung abhalten zu können. „Im Moment ist sie unergiebig, weil wesentliche Faktoren derzeit nicht bekannt sind“, sagte sie.

Reithmann hielt eine Versammlung zu einem späteren Zeitpunkt für eher unwahrscheinlich. „Wegen der Infektionsbestimmungen ist es denkbar, dass wir nichts durchführen können.“ Sie versprach jedoch, den Gemeinderat über das Stimmungsbild in der Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten, um für die zukünftige Abstimmung alles Für und Wider beisammen zu haben. Susanne Hauck

Auch interessant

Kommentare