100 Jahre Gymnasium Icking

Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium blickt auf besondere Geschichte

Schüler des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium beim Eingang
+
1921 gegründet: Das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium.
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
    schließen

Icking – Das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium blickt auf eine lange und besondere Geschichte zurück, ist die Schule doch aus einer Elterninitiative heraus gegründet worden. Am Sonntag (2. Mai) jährte sich das Jubiläum zum 100. Mal.

Wer auf den Schulalltag der 1920er Jahre zurückblickt, findet schnell Belege für besonderen Gehorsam und Strenge. Prügelstrafen wurden offiziell sogar erst 1980 verboten. Die damalige gängige Methode sollte Kinder und Jugendliche zu besonderen Fleiß führen. Nicht jedoch in Icking, wo bereits zu Gründungszeiten auf eine humanistische Bildung ganz ohne Züchtigung gesetzt wurde und die Talente und Begabungen der Schüler im Mittelpunkt standen.

„Die Schule existiert durch den Wunsch von Eltern, eine Schule vor Ort zu haben und ist gekennzeichnet von einem großen Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft“, erläutert Schulleiter Stefan Nirschl. Das sei auch heute noch so. Eltern von damals schlossen sich zusammen, um eine private Mittelschule zu gründen.

Gründung „kein leichtes Unterfangen“

Die Idee des Schulmodells in Icking wurde mit dem in Pirna bei Dresden geborenen Alfred Vogel umgesetzt. Die Gründung war jedoch kein leichtes Unterfangen. Die erste Genehmigung wurde abgelehnt. Insgesamt habe es zwei Jahre gedauert, bis gestartet werden konnte, so Nirschl. 1960 wurde die Schule dann verstaatlicht. Seit 2011 ist das Gymnasium in der Ulrichstraße benannt nach dem deutschen Dichter Rainer Maria Rilke, der sich zeitweise in Icking aufgehalten hat.

Für den 100. Jahrestag war eine große Feier für die komplette Schulfamilie, inklusive Landrat und Ministerien geplant, aber coronabedingt wurde am vergangenen Montag (3. Mai) zunächst eine Ausstellung im Pädagogischen Zentrum der Schule eröffnet. Schüler der elften Jahrgangsstufe haben sich in Seminaren zusammengefunden, um die Geschichte der Schule wissenschaftlich aufzubereiten und eine Ausstellung konzipiert. Am 25. Juni soll es dann einen kleinen Festakt geben, die große Feier wird voraussichtlich im September 2022 nachgeholt.

Auch interessant

Kommentare