Widerstand gegen G5

Ickinger Mobilfunk-Kritiker fordern Bürgerversammlung

Michael Welle überreichte als Vertreter der Mobilfunk-Bürgerinitiative die 209 Unterschriften an Bürgermeisterin Verena Reithmann.
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Michael Welle überreichte als Vertreter der Mobilfunk-Bürgerinitiative die 209 Unterschriften an Bürgermeisterin Verena Reithmann.

Icking – Eine Ickinger Bürgerinitiative dringt darauf, wegen des umstrittenen Mobilfunkstandards 5G eine außerordentliche Bürgerversammlung einzuberufen.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, übergab Vertreter Michael Welle eine Liste mit 209 Unterschriften an Bürgermeisterin Verena Reithmann.

Die Unterzeichner fühlen sich über Chancen und Risiken nicht ausreichend aufgeklärt. „Auch in Icking sei 5G über Nacht von der Telekom eingeführt worden, obwohl die Bundesregierung eine ausführliche Information der Bevölkerung versprochen hatte, kritisiert Welle vom „Arbeitskreis Schutz vor Elektrosmog. Er hält es für dringend notwendig, dass „objektive Informationen und nicht nur Marketing-Kampagnen der Mobilfunkbetreiber publiziert“ werden.

Bürger sollen sich ein objektives Urteil bilden

Für die Bürgerversammlung wünscht er sich, dass Referenten beider Seiten ihre Argumente vortragen können. So sei es der Bevölkerung möglich, sich ein objektiveres Urteil zu bilden. „Dies trägt sicher zum sozialen Frieden in unserer Gemeinde bei“, findet Welle. An „jeder Ecke“ in Icking gäbe es mittlerweile kritische Stimmen zum Mobilfunk. Die außerordentliche Bürgersammlung sei die einfachste Möglichkeit, alle zu informieren.

Trotzdem es viele „konstruktive persönliche Gespräche“ mit der Bürgermeisterin gegeben habe, Mitstreiterin Manuela Albert ist enttäuscht vom bisherigen Verlauf der Gemeinderatssitzungen. Das Mobilfunkthema sei dort zwar vorgestellt worden. „Aber es gab keine Diskussion.“ Das möchte die Initiative in der Bürgerversammlung nachholen. Dort können die Anwesenden auch Anträge stellen, die der Gemeinderat später behandeln muss.

Beteiligung liegt bei sieben Prozent

Mit 209 Unterschriften und sieben Prozent der Wahlberechtigen seien die notwendigen fünf Prozent um einiges überschritten, so Welle. Sie seien zwar einverstanden damit, eine Versammlung erst dann durchzuführen, wenn es die Kontaktbeschränkungen wieder zulassen. Allerdings unter der Bedingung, dass die Gemeinde bis dahin keine vollendeten Tatsachen schaffe. Susanne Hauck

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