Aktion des BRK-Kreisverbands, der Hausärzte sowie dem Landratsamt

Impfen daheim startet im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen diese Woche

Nahaufnahme einer Impfung: Eine Frau im Kittel und blauen Handschuhen steckt einer alten Frau eine Nadel in den Arm.
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Hausbesuchsdienst: Bürgern des Landkreises, die aufgrund körperlicher Einschränkung das Haus nicht verlassen können, werden Zuhause gegen Covid-19 geimpft.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Landkreis - Nach zwei Wochen Vorbereitung kann der Hausbesuchsdienst zur Impfung nun starten: Dafür legten sich das Landratsamt und die hiesigen Hausärzte ins Zeug, um das Angebot schnell anbieten zu können.

Bürgern des Landkreises, die durch ein starkes körperliches Gebrechen der Pflege bedürfen und aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung das Haus nicht verlassen können, kann damit eine Impfung gegen Covid-19 ermöglicht werden. Der BRK-Kreisverband unterstützt die Aktion mit einem Fahrzeug und einem Fahrer. Landrat Josef Niedermaier ist froh und dankbar: „Danke an alle, die hier so schnell und unkompliziert zusammengewirkt haben!“


Pro Tour werden anfangs maximal 20 Patienten angefahren, insgesamt gehe man von höchstens 220 Personen aus, die in den Kreis derer fallen, die diesen Dienst benötigen werden, erklärt Landratsamt-Sprecherin Marlis Peischer. „Hinter dem Hausbesuchsdienst steckt jede Menge an Organisation und Logistik.“ So müssen Meldungen erfasst, Aufklärungs- und Einverständnisbögen im Vorfeld erteilt und Touren personell besetzt und zusammengestellt werden. Und natürlich müsse sichergestellt sein, dass entsprechend Impfstoff vorhanden sei und dieser gespritzt werden könne. „Wer durch den Hausbesuchsdienst geimpft wird, wird im Vorfeld noch einmal angerufen und informiert“, sagt Peischer. Damit dies alles funktioniert, wurde im Landratsamt eine eigene Task Force ins Leben gerufen.

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Dr. Jörg Lohse hofft nun, dass der Hausbesuchsdienst gut funktioniert. Der ärztliche Koordinator im Landkreis betont aber auch: „Wir schauen uns die ersten Touren genau an und sehen dann, ob und gegebenenfalls wo wir nachjustieren müssen.“ Und er bittet nochmals darum, den Dienst denen vorzuhalten, die ihn wirklich benötigen. „Wer etwa durch die Hilfe von Angehörigen oder eines Nachbarn die Möglichkeit hat, ins Impfzentrum zu kommen, muss das bitte unbedingt tun.“ dwe

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