Industriegleis bleibt

Von Gemeinsamkeiten weit entfernt sind Wolfratshauser und Geretsrieder bei der Einschätzung der Bedeutung des Industriegleises. So kann man in Wolfratshausen nicht verstehen, dass dies auf Biegen und Brechen in die Planung integriert werden muss; CSU-Stadtrat Richard Kugler etwa findet es „dreist, dass man Wolfratshausen wegen dem Industriegleis, das nur eine Firma nutzt, dem Stau unterwirft.“

Untermauert werden derartige Haltungen wohl durch den Umstand, dass eine kostengünstigere Trog-Lösung für die Untequerung de Sauerlacher Straße eben auch an den Anlagen zum Industriegleis gescheitert ist. Derzeit nutzt nur die Firma Tyczka diesen Schienenstrang. Für Geretsried ist das Gleis dagegen von großer wirtschaftlicher Bedeutung, wie Bürgermeisterin Cornelia Irmer beteuerte. „Auch Wolfratshauser arbeiten bei Geretsrieder Firmen“, warnte sie vor einer möglichen Schließung des Industriegleises für kurzfristige finanzielle Interessen. Zudem verfüge man noch über 13 Gewerbegrundstücke entlang der Industriegleis-Trasse „und mit einem Interessenten haben wir schon Kontakt“, so die Geretsrieder Rathauschefin. „Für jedes Industriegleis gibt es auch einen Abnehmer mit Anschlussvertrag“, trat schließlich Klemens Kretschmer allen weiteren Diskussionen entgegen und erinnerte an die intensiven Bemühungen seitens der Bahn, den Güterverkehr in alle Planungen und späteren Bauphasen mit einzubinden.

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