Neuwahlen im Ortsverband

Ingrid Schnaller neue Vorsitzende der Wolfratshauser SPD

Vorstand der Wolfratshauser SPD: Lothar Link, Holger Hohmann, Ingrid Schnaller und Reiner Berchtold.
+
Der neugewählte Vorstand der Wolfratshauser SPD (v. l.): Schriftführer Lothar Link, Zweiter Vorsitzender Holger Hohmann, Vorsitzende Ingrid Schnaller und Schatzmeister Reiner Berchtold.

Wolfratshausen - Die Mitglieder des SPD-Ortsverbands Wolfratshausen haben Ingrid Schnaller zur neuen Vorsitzenden gewählt.

Vier Jahre lang engagierte sich Peter Fasching als Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes. Nun stellte er sein Amt zur Verfügung. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Wirtshaus Flößerei wählten die Mitglieder einstimmig Ingrid Schnaller zu seiner Nachfolgerin.

Vor den Vorstandswahlen zeigte sich der ehemalige Vorsitzende selbstkritisch. „Bei der Zusammenarbeit zwischen der Stadtratsfraktion und dem Ortsverein ist noch Luft nach oben“, glaubt Fasching. Seine Nachfolgerin Ingrid Schnaller will dieses Verhältnis verbessern. „Mir geht’s nicht ums Rechthaben, sondern um gute Lösungen für die Stadt“, erklärte die ehemalige Vorsitzende des Werbekreises Wolfratshausen. Dabei will sich die 48-Jährige vor allem für bezahlbare Mieten und Wohnraum einsetzen. Sie könne sich noch an Zeiten erinnern, als für die Miete etwa 20 Prozent des Einkommens ausreichten. „Das ist leider vorbei“, bedauerte Schnaller.

Unterstützung erhält die SPD-Ortsvorsitzende vom zweiten Vorsitzenden Holger Hohmann sowie Schatzmeister Reiner Berchtold und Schriftführer Lothar Link.

Peter Fasching bleibt als einer von fünf Beisitzern im Vorstand. Ebenso wie die 20 anwesenden Mitglieder hofft er auf eine Verjüngung des Ortsverbandes. Denn die Hälfte der derzeit 67 Mitglieder hat das 70. Lebensjahr überschritten. Auch der Frauenanteil von 38 Prozent könne laut Fasching noch erhöht werden.

Das ehemalige Bundestagsmitglied Klaus Barthel forderte auch aufgrund des jüngsten Wahlerfolgs ein neues Selbstbewusstsein und warnte vor zu großen Zugeständnissen an die möglichen Koalitionspartner FDP und Grüne. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir die stärkste Partei in Deutschland sind“, sagte der SPD-Kreisvorsitzende.

Sorgen bereitet ihm, dass ein Teil der einkommensschwächeren Schicht nicht zur Wahl gegangen ist. „Dabei setzen wir uns für ihre Interessen ein“, betonte Barthel. Dazu gehört laut Kreisrat Reiner Berchtold auch eine kommunal betriebene Wolfratshauser Kreisklinik. „Das sollte dem Kreistag auch ein Defizit von 2 bis 3 Millionen Euro wert sein“, befand der ehemalige Wolfratshauser Bürgermeister.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Corona Schnelltest-Station bei Gustavo Gusto
Bad Tölz - Wolfratshausen
Corona Schnelltest-Station bei Gustavo Gusto
Corona Schnelltest-Station bei Gustavo Gusto
21-Jähriger muss sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten
Bad Tölz - Wolfratshausen
21-Jähriger muss sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten
21-Jähriger muss sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten
Wanderer stürzt 40-Meter in die Tiefe: Verletzte kommt mit Schädelbasisbruch in die Unfallklinik
Bad Tölz - Wolfratshausen
Wanderer stürzt 40-Meter in die Tiefe: Verletzte kommt mit Schädelbasisbruch in die Unfallklinik
Wanderer stürzt 40-Meter in die Tiefe: Verletzte kommt mit Schädelbasisbruch in die Unfallklinik
Verkehrsministerin Ilse Aigner verspricht Verbesserungen der Infrastruktur
Bad Tölz - Wolfratshausen
Verkehrsministerin Ilse Aigner verspricht Verbesserungen der Infrastruktur
Verkehrsministerin Ilse Aigner verspricht Verbesserungen der Infrastruktur

Kommentare