Innenminister Joachim Herrmann besucht Neujahrsempfang

Starker Staat und S-Bahn

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Bedauerte die Verzögerungen bei der S-Bahn-Planung: CSU-Innenminister Joachim Herrmann (r.), hier mit dem Eurasburger CSU-Ortsvorsitzenden Albert Berghofer (l.) und dem CSU-Kreisvorsitzenden Martin Bachhuber.

Eurasburg – Prominenter Besuch der CSU-Kreisverband sowie der CSU-Ortsverband Eurasburg-Beuerberg beim diesjährigen Neujahrsempfang im Landgasthof Berg. In seiner einstündigen Rede sprach Innenminister Joachim Herrmann das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung an und lobte die Arbeit der Polizei.

„Die Sicherheitspolitik und die wachsende Gewaltbereitschaft in Deutschland bewegen die Menschen am meisten“, sagte CSU-Kreisvorsitzender Martin Bachhuber. Eine Steilvorlage für Innenminister Joachim Herrmann, der die rund 60 Gäste danach schon einmal auf den anstehenden Landtagswahlkampf einstimmte. „Wir stehen für einen starken Staat, der seine Grenzen schützt“, erklärte er.

Gleichzeitig warnte der Innenminister Herrmann vor einer grundsätzlichen Abschottung und machte sich für eine „Aufrechterhaltung der europäischen Idee“ stark. Das Entscheidende sei, die Kontrolle darüber zu behalten, wer „in unser Land kommt“. Herrmann positionierte sich gegen den radikalen Islamismus, der Grundwerte wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau infrage stelle. „Integration heißt nicht, dass sich hier jeder unverbindlich aufhält und das macht, was er will“.

Der CSU-Politiker versprach, sich gegen die Einführung von islamischen Feiertagen in Deutschland zu wehren. Auch Burka tragende Schülerinnen oder Lehrerinnen dürfe es hierzulande nicht geben. Beifall von AfD- oder Pegida-Anhängern wolle Herrmann für diese Äußerungen aber nicht bekommen. Die auf den Pegida-Montagsdemonstrationen zu hörenden Parolen, bewertete er als rassistisch und fremdenfeindlich. „Damit will die CSU nichts zu tun haben“, stellte er klar.

Am Ende nahm Herrmann noch einmal zum zähen Planungsprozess der S-Bahn-Verlängerung von Wolfratshausen nach Geretsried Stellung. „Wir wären gerne schneller, aber die Planungen haben sich auch durch die Einsprüche der Bürger verzögert“, bedauerte der Franke. Wie berichtet, wird damit gerechnet, dass der erste Zug frühestens in zehn Jahren einen der drei geplanten Geretsrieder Bahnhöfe anfährt.Peter Herrmann

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