Richtfest fürs Hallenbad

Interkommunales 16,5-Millionen-Euro-Großprojekt soll im September 2020 eröffnen

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Bürgermeister Michael Müller (Mitte, vorne) begrüßte rund 100 Festgäste zum Richtfest. Der Innenausbau am Becken hat bereits begonnen.

Geretsried – Über acht Jahre zogen sich die Diskussionen über die Finanzierbarkeit und Notwendigkeit des Großprojekts hin. Nun ist das 16,5-Millionen-Euro-Bauwerk so weit fortgeschritten, dass rund 100 Festgäste – darunter Bürgermeister und Gemeinderäte aus allen beteiligten Kommunen sowie Projektbeteiligte – am Donnerstagnachmittag die Überdachung des Bads feiern konnten.

„Das Hallenbad hat Form angenommen“, stellte Bürgermeister Michael Müller zufrieden fest. Vor fast genau einem Jahr wurde der Grundstein an der Baustelle neben dem Geretsrieder Schulzentrum gelegt. Neben der Überdachung ist auch das Becken bereits gut erkennbar. Auf einer Grundfläche von 2.540 Quadratmetern hat das Bad ein 320 Quadratmeter großes Wettkampf-, ein 137 Quadratmeter großes Springer- und ein 124 Quadratmeter großes Lehrschwimmbecken. Zudem ist für Kinder ein eigenes 24 Quadratmeter großes Becken vorgesehen „Mit unserem Hallenbad entsteht ein nahezu einmalige Vorzeigeprojekt mit Vorbildcharakter für interkommunale Zusammenarbeit erklärte Müller. Geretsried, Dietramszell, Egling, Eurasburg, Icking, Königsdorf, Münsing und Wolfratshausen sowie der Landkreis Bad-Tölz Wolfratshausen finanzieren am Schulzentrum ein gemeinschaftlich nutzbares Schul- und Sportschwimmbad für den Nordlandkreis. 

Der Landkreis beteiligt sich mit rund 825.000 Euro. Der Freistaat Bayern investiert 4,2 Millionen Euro in das rund 16,5 Millionen Euro teure Großprojekt. Die jährlichen Betriebskosten werden auf rund 750.000 Euro geschätzt, 521.000 Euro davon übernimmt die Stadt Geretsried. „Nach acht Jahren der Diskussionen, Entscheidungen und Planungen schwimmen wir jetzt gemeinsam die letzten Züge“, erklärte Müller. Ihn freute besonders, dass neben Landrat Josef Niedermaier auch viele Gemeinderäte und Bürgermeister aus den beteiligten Kommunen den Weg zur Baustelle gefunden hatten. Niedermaier versprach erneut, bei der Eröffnung eine Wettschuld einzulösen: „Ich schwimme mit dem Dritten Bürgermeister Gerhard Meinl um die Wette“, kündigte er an. Einen weiten Weg hatte Bert Hoffmann auf sich genommen. Der Architekt des sächsischen Büros Bauconcept arbeitet seit sechseinhalb Jahren an den Planungen für das Bad. „Ich wünsche mir einen weiterhin unfallfreien Verlauf und hoffe, dass alle Firmen zur richtigen Zeit an der Baustelle sind“, sagte er. Nach dem bereits angelaufenen Innenausbau soll im April 2020 das Edelstahlbecken inklusive Hubboden fertiggestellt sein.

 Ab Juni 2020 ist ein dreimonatiger Probebetrieb vorgesehen, sodass das Bad zu Beginn des neuen Schuljahres im September 2020 eröffnet werden kann. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch die Arbeiten am Parkdeck, das 180 Stellplätze umfasst, abgeschlossen sein. Ein benachbartes Hackschnitzelwerk, an das auch die Schulen angeschlossen sind, liefert die energetische Fernwärme-Versorgung. Nach dem Richtspruch von Zimmerermeister Martin Scharli endete das Richtfest in der benachbarten Aula der Mittelschule mit den Klängen der Gartenberger Bunkerblasmusik und einem bayrischen Buffet. Peter Herrmann

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