Interkommunales Hallenbad: Wolfratshauser Stadtrat will Landrat zur Rede stellen

Ärger um Kostenbeteiligung

Ob jemals im Interkommunalen Hallenbad geschwommen wird, ist zu bezweifeln. In Wolfratshausen formiert sich Gegenwind. Der Grund: Die laufenden Kosten, die von den Kommunen mitgetragen werden sollen.

Wolfratshausen/Geretsried – Formiert sich Gegenwind aus Wolfratshausen? Im Frühsommer endlich soll eine Entscheidung zum Interkommunalen Hallenbad fallen – wenn es nach dem Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller geht.

 Während die beteiligten Kommunen bislang nicht über die Kostenbeteiligung diskutiert haben, will sich nun Wolfratshausen intensiv mit den Kostenmodellen befassen – wie Bürgermeister Klaus Heilinglechner am Dienstag im Stadtrat mitteilte. So sei am Montag, 21. März, eine „Kooperationssitzung“ aller Fraktionssprecher in Geretsried angesetzt, „um das Thema breiter angehen zu können“. Zur Erinnerung: Geretsried ist auf eine finanzielle Beteiligung der Kommunen an den Betriebskosten angewiesen, damit das Hallenbad überhaupt verwirklicht werden kann. Dazu hatte Bürgermeister Müller bereits Ende Januar seinen Amtskollegen Berechnungsmodelle zukommen lassen (wir berichteten). Der Fokus liegt hier klar auf Wolfratshausen. Hier würde im Falle einer Beteiligung am laufenden Badbetrieb jährlich ein sechsstelliger Betrag zu Buche schlagen. Ein Fakt, der in der jüngsten Stadtratssitzung nicht gerade auf Gefallen stieß. Denn die Geretsrieder Ex-Bürgermeisterin Cornelia Irmer hätte bei den Planungen des Interkommunalen Hallenbads das Versprechen abgegeben, dass sich die Kommunen eben nicht an den Betriebskosten beteiligen müssten – wie Heilinglechner klar hervorhob. Deshalb möchte er Landrat Josef Niedermaier zu einer Stadtratssitzung im April oder Mai einladen. Der Landrat solle so die Chance erhalten, „dem Gremium selbst zu erklären, warum dieses Versprechen nun gebrochen wird“. CSU-Stadtrat Manfred Fleischer erinnerte dabei an einen bestehenden Stadtratsbeschluss. Und dieser besage eben, dass Wolfratshausen zusätzlich zu den unstrittigen Nutzungsgebühren sich an den Investitionskosten beteilige, nicht aber an den Betriebskosten. „Bei unserem Haushalt sehe ich keine Basis, uns überhaupt an den Betriebskosten zu beteiligen“, legte Fleischer dar und fuhr fort: „Wir sind schließlich nicht bei ,Wünsch dir was‘.“ naj

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