Messer, Gabel, Schere, Licht

Internationaler Tag der Kindersicherheit: Johanniter geben Tipps

Einer der Johanniter verarztet ein Kind
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Die meisten Unfälle von Kindern unter 15 Jahren passieren im häuslichem Umfeld. Schnelles Eingreifen kann Leben retten und Unfallfolgen mildern. (Symbolbild)

Landkreis - Unfälle sind das größte Gesundheitsrisiko für Kinder und Jugendliche: Auch unabhängig von der Coronavirus-Pandemie und dem damit verbundenen Rückzug in die Wohnung, passieren die meisten Unfälle von Kindern unter 15 Jahren im häuslichem Umfeld.

Schnelles Eingreifen kann Leben retten und Unfallfolgen mildern: Zum Internationalen Tag der Kindersicherheit am Donnerstag, 10. Juni, wollen die Johanniter aus Oberbayern für dieses Thema sensibilisieren und zum Helfen ermutigen.

Gefahren in der Küche

Wasserkocher, Backofen, Kochtopf: In der Küche lauern zahlreiche Verbrennungs- und Verbrühungsgefahren für Kinder. Kinder sollten daher niemals unbeaufsichtigt in Reichweite von heißen Kochtöpfen oder Flüssigkeiten gelassen werden. Weitere typische Unfälle sind Stürze, zum Beispiel vom Wickeltisch, auf der Treppe oder von Möbeln. Und fast jede Mutter und jeder Vater hat die Situation schon erlebt: Gerade spielten die Kinder noch fröhlich Fangen, doch dann stürzt eines von ihnen und schlägt sich das Knie auf.

„Ruhig bleiben, Erste Hilfe leisten, trösten“

„Stürze sind typische Verletzungen, aber auch Zusammenstöße, Verletzungen durch spitze Gegenstände wie Messer oder das Einklemmen, zum Beispiel von Kinderhänden in der Autotür“, sagt Stephan Höllmüller, Leiter Rettungsdienst bei den Johannitern in Oberbayern. „Egal, wie kindersicher der eigene Haushalt ist – Unfälle passieren doch. Da hilft nur: Ruhig bleiben, Erste Hilfe leisten, trösten, Wunde versorgen und bei schlimmeren Verletzungen schnell 112 wählen“, so Höllmüller. „Wer seine Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig auffrischt, reagiert im Notfall automatisch richtig.“

Lieblingsteddy hilft

Zum physischen Schmerz durch den Unfall kommt bei Kindern oft Angst hinzu. „Gerade bei kleineren Kindern ist die psychosoziale Betreuung neben der Wundversorgung immens wichtig: Also trösten, beruhigen und in den Arm nehmen“, erklärt Höllmüller. „Der Lieblingsteddy zum Beispiel kann hier auch wunderbar helfen.“

Weitere Informationen zu Erste-Hilfe-Kursen:

Die Johanniter empfehlen regelmäßig die Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Weitere Informationen zum Erste-Hilfe-Angebot in Oberbayern gibt es unter Tel: +49 89 890145-30, www.johanniter.de/oberbayern oder unter www.johanniter.de/erstehilfe.

Die Johanniter-Unfall-HIlfe e.V.:

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und mehr als 1,5 Millionen Fördermitgliedern ist der gemeinnützige Verein mittlerweile eine der größten Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem Erste Hilfe, Sanitäts- und Rettungsdienst, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen.

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