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Irmer schließt das Hallenbad

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Wegen massiver Mängel beim Brandschutz hat Bürgermeisterin Irmer das Geretsrieder Hallenbad geschlossen.	Foto: Kapfer-Arrington
Wegen massiver Mängel beim Brandschutz hat Bürgermeisterin Irmer das Geretsrieder Hallenbad geschlossen. Foto: Kapfer-Arrington

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THOMAS KAPFER-ARRINGTON, Geretsried – Das Geretsrieder Hallenbad ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Bürgermeisterin Cornelia Irmer hat das Bad an der Jahnstraße am vergangenen Dienstagabend schließen lassen. Der Grund: Eklatante Mängel beim Brandschutz. Ein von der Stadt im Rahmen der Diskussion um Sanierung oder Neubau des Hallenbades in Auftrag gegebenes Gutachten lieferte das Ergebnis. Und das Ergebnis war erschreckend, wie Bürgermeisterin Cornelia Irmer bei der Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss-Sitzung am Dienstagabend mitteilte. Da war das Bad dann schon einige Stunden nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. „Eine Gefährdung für Besucher und Personal kann nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Rathauschefin dem Gremium mit. Laut Irmer seien Mängel am Gebäudeschutz bereits bekannt gewesen. Die nun vorliegende Expertise habe aber die Thematik „Personensicherheit“ im Fokus gehabt, „das ist das Hauptthema für mich als Bürgermeisterin“, so Irmer. Und weiter erklärte sie, deshalb keine andere Wahl gehabt zu haben, als die sofortige Schließung anzuordnen. Die Bürgermeisterin zählte fehlende Fluchtwege, eine nicht vorhandene Brandmeldeanlage und Notbeleuchtung als Hauptkritikpunkte des Gutachters auf. Auch seien im Gebäude keine Brandabschnitte vorhanden. „Das kann man sich vorstellen wie beim Schulzentrum – vor der Brandschutzsanierung.“ Das Bad bleibe so lange geschlossen, bis die Sicherheit wieder hergestellt ist. Ob es überhaupt dazu kommt, ist fraglich, schließlich könnten die hohen (noch nicht bezifferbaren) Kosten für die Brandschutzsanierung nicht mehr in Relation stehen. Mitte Juli hat sich der Stadtrat für einen Hallenbad-Neubau an der Adalbert-Stifter-Straße entschieden.

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