Mehr als 600 Veranstaltungen

Isar-Loisachtaler Ferienpass zieht Bilanz - Teilnahmen um 37 Prozent gestiegen

Kinder bei einer Führung im Bergwachtzentrum in Bad Tölz
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Eine der ausgebuchten Veranstaltungen war eine Führung durch das Bergwachtzentrum in Bad Tölz. Neben einer Hubschrauberbesichtigung wurde den Kindern auch erklärt, wie die Rettung der Bergwacht abläuft.
  • Viktoria Gray
    VonViktoria Gray
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Landkreis – Der Kreisjugendring Bad Tölz-Wolfratshausen (KJR) konnte den Isar-Loisachtaler-Ferienpass auch in diesem zweiten Jahr der Pandemie wieder anbieten. Für Kinder gab es ein erlebnisreiches Angebot. Nun zieht der KJR Bilanz.

Obwohl alle Beteiligten schon von den Erfahrungen des Vorjahres profitierten, sei der organisatorische Aufwand weitaus höher als im Sommer 2020 gewesen. Zusätzlich zur Planungsunsicherheit, der Erstellung und Umsetzung von Hygienekonzepten und den entsprechenden Einweisungen von ehrenamtlichen Betreuern, sei es zu weiterem Mehraufwand durch die häufigen Regeländerungen vor und während der Sommerferien gekommen.

„Unser Team stand stets vor schnell zu lösende Herausforderungen“, berichtete Evi Zimmert vom KJR, die den Ferienpass mitverwaltet.

Die neuen Vorschriften und Regelungen hatten zur Folge, dass etwa die Masken-, oder auch die Testpflicht bei den verschiedenen Freizeiteinrichtungen unterschiedlich umgesetzt werden mussten. Zudem sei der kurzfristige Kauf von Online-Tickets erforderlich gewesen. Ständig hätten die Informationen für die Eltern, Kinder und Betreuer angepasst werden müssen.

610 Veranstaltungen

Laut Evi Zimmert und Monika Holzheuer, Organisatorinnen des Ferienpasses, haben sich am diesjährigen Sommerferienprogramm trotz der großen Herausforderungen 21 Städte, Gemeinden, Einrichtungen der Jugendarbeit und überregionale Anbieter beteiligt. „610 Veranstaltungen haben in den Sommerferien stattgefunden“, sagte Zimmert.

Die Veranstaltungen wären hauptsächlich über die Online-Plattform www.isar-loisachtaler-ferienpass.de gebucht geworden.

Zahlen und Fakten

1.509 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren wurden zur Anmeldung registriert und haben somit 5.130 der Veranstaltungen wahrgenommen. Im Vergleich zu 2020 seien die Teilnahmen um 37 Prozent gestiegen. Einige Kinder und Jugendliche hätten sogar noch über die Wartelisten auf einen Platz gehofft.

Insgesamt waren es am Schluss noch 732 Anmeldungen, die wegen ausgebuchter Veranstaltungen nicht mehr bedient werden konnten. „Wie im Vorjahr wurden die Plätze zum Starttermin verlost, damit eine faire Verteilung der Angebote ermöglicht werden konnte“, erklärte Zimmert.

Nur wenige Veranstaltungen hätten abgesagt werden müssen. Sehr beliebt seien etwa das Klettern am Fels, ein Fahrtechnik-Training mit dem Mountainbike, die Zauberwerkstatt, die lustige Almschule auf dem Brauneck und die Alpenrundflüge mit einem Motorflieger gewesen.

Aber auch die kreativen Angebote wie das Töpfern, ein Grundkurs in 3D-Design, Papier schöpfen, oder der Bau einer Riesenmurmelbahn seien sehr gut besucht gewesen.

Damit die Veranstaltungen flexibel an die aktuellen Regelungen angepasst werden konnten, hat man sich in diesem Jahr dafür entschieden, den Ferienpass nur in Form einer Broschüre mit dem notwendigen Code zur Online-Buchung und den Gutscheinen für Eintrittsvergünstigungen auszugeben. „In den Vorjahren wurde der Hauptanteil über die Schulen des Landkreises bestellt“, sagte Zimmert. Auf Grund der eingeschränkten Schulbesuchszeiten im Frühjahr, hätten die Ferienpässe nur zum Teil über die Schulen erworben werden können.

Auch der Kreisjugendring konnte mit 19 Veranstaltungen erfolgreich zum Ferienprogramm beitragen. „An den zahlreichen positiven Rückmeldungen der Eltern zeigte sich, wie groß die Dankbarkeit und Wertschätzung war, dass den Kindern trotz aller Widrigkeiten ein tolles Ferienprogramm geboten wurde“, freute sich die KJR-Koordinatorin.

Besonders der Besuch des Bergwacht-Zentrums mit anschließendem Bouldern in der neuen Kletterhalle, die Tage auf Gut Aiderbichl als Junior-Tierpfleger und die Riesengaudi beim Bubble Soccer könne man zu den Highlights zählen.

Legoland und Skyline Park

Diesen Sommer hätte man zudem wieder Ausflüge mit dem Reisebus anbieten können. So gab es einen Besuch im Legoland, im Skyline Park und im Salzbergwerk.

Wegen einer Bezuschussung des Landkreises konnten die Tagesausflüge außerdem wieder zu einem günstigeren Preis als regulär angeboten werden.

„Ein großer Dank gilt vor allem den ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern, die für den KJR im Einsatz sind“, betonte Zimmert. Sie seien ein wesentlicher Bestandteil und Erfolgsgarant, dass die Angebote des KJR in der Art und Weise durchgeführt werden können.

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