21-Jähriger versteigt sich am Hirschhörndl

Nächtliche Such- und Rettungsaktion der Bergwachten Lenggries und Kochel im felsigen Gelände

Bergwacht und Rappinschlucht
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Über die Rappinschlucht brachte die Bergwacht den verirrten Wanderer in sicheres Gelände.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Jachenau – Am vergangenen Freitag um 21.20 Uhr wurde die Bergwacht Lenggries von der Bergwacht Kochel zur Unterstützung bei einer Suche nach einem 21-jährigen Mann aus Germering alarmiert.

Der junge Mann hatte bei seiner Bergtour von der Jachhenau zum Hirschhörndl im Nebel die Orientierung verloren und war auf die Nordseite des Hirschhörndl mit seinen steilen, felsigen Abbrüchen gestrandet. „Da er dort keinen Handyempfang hatte, rief er laut um Hilfe“, berichtet Einsatzleiter Willi Härtle.

Zwei Jäger, die sich zufällig im Bereich der Rappinalm aufhielten, hörten die Rufe und setzten einen Notruf ab. Die Bergwacht Kochel begann umgehend die Suche im Bereich der Rappinalm. Die Bergwacht Lenggries startete mit ihren Leuten zum Eingang der Rappinschlucht, das zweite Team war auf dem Weg zum Hirschhörndlkopf, um dann in den Nordabbrüchen von oben her den Vermissten zu suchen. Die Einsatzmannschaft in der Rappinschlucht konnte schnell den Vermissten orten und Rufkontakt herstellen.

Daraufhin stiegen auch die Lenggrieser Bergretter in die Rappinschlucht. Aufgrund des schwierigen Geländes wurde zusätzlich noch ein nachtflugfähiger Bergrettungshubschrauber angefordert, der allerdings eine Anflugzeit von über einer Stunde hatte. „Aus diesem Grund entschieden wir uns, nach Absprache mit dem Einsatzleiter der Bergwacht Kochel, zu dem Vermissten aufzusteigen, um eine terestrische Rettungsaktion vorzubereiten“, so Härtle weiter.

Wegen dem steilen und brüchigen Absturzgelände musste der Aufstieg aufwändig mit Seilen abgesichert werden. Als die Mannschaft den Unverletzten fast erreicht hatte, „wurden wir von der Leitstelle informiert, dass sich der Anflug des Rettungshubschraubers um eine weitere Stunde verzögert. Deswegen entschieden wir uns zu einer bodengebunden Rettungsaktion“. Über die von der Lenggrieser Bergwacht aufgebauten Fixseile, konnte der Vermisste dann gesichert in die Klamm gebracht werden.

Per Einsatzfahrzeug wurde der Germeringer ins Tal zurück gebracht.

Von dort aus konnten die Einsatzfahrzeuge schnell erreicht werden, mit denen der Betroffene zu Bergrettungswache Lenggries gebracht wurde. Von da aus setzte der Mann die Heimfahrt mit einem Taxi fort. „Um drei Uhr waren wir nach dem Aufräumen der Ausrüstung zu Hause.“

Einsatz Benediktenwand: Zwei Frauen stranden im Schneefeld

Am Samstag, 15. Mai, folgte der nächste Einsatz: Gegen Mittag rückte die Bergwacht zur Benediktenwand aus. Zwei Frauen aus dem Landkreis Starnberg waren am Altweibersteig vom Weg abgekommen, in einem Schneefeld gelandet und kamen nicht mehr weiter. Zwei Bergretter aus Lenggries wurden mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau in das Einsatzgebiet gebracht. Mit der Rettungswinde konnten die beiden Frauen in den Hubschrauber geholt und nach Lenggries gebracht werden.

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