Ehrlichkeit währt am längsten!

9-jähriger Wolfratshauser macht eine 60jährige Dame nach Portemonnaie-Fund glücklich

verlorener Geldbeutel
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Ist der Geldbeutel verloren, ist der Ärger groß. (Symbolbild)
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Münsing/Wolfratshausen: Ein 9-jähriger Bub aus Wolfratshausen konnte eine 60-jährige Dame erfreuen, als er ihr das verlorene Portemonnaie bei der örtlichen Polizeiinspektion persönlich überreichte. Sie hatte ihre Geldbörse mit mehr als 700 Euro am Starnberger See verloren.

Laut Polizeibericht kam am Dienstag, 6. Juli, ein 9-jähriger Wolfratshauser zusammen mit seinem Vater gegen 17:30 Uhr zur Polizeiinspektion Wolfratshausen und gab eine sehr dicke Geldbörse ab.

Nachmittags war er zum Baden am Starnberger See und fand am dortigen Parkplatz unter einem Pkw das schwarze Portemonnaie. Er erkundigte sich zunächst am Kiosk, ob jemand danach gefragt hätte und entschied sich dann zur Abgabe bei der Polizei. Vom Inhalt der Geldbörse, nämlich Bargeld von mehr als 700 Euro erfuhr der Junge erst, als das Geld bei der Polizei gezählt wurde. „Staunend und fast sprachlos, konnte er nur ein „WOW“ von sich geben“, so Dienststellenleiter Andreas Czerweny.

Die Hoffnung die Verliererin, eine 60-jährige Dame schnell verständigen zu können, musste nach mehrmaligen Versuchen in der Nacht aufgegeben werden, da die Frau über einen Wohnsitz in München und einen in Garmisch verfügt und an beiden nicht erreicht beziehungsweise angetroffen werden konnte. Zusätzlich wurde die Gemeinde Münsing in Kenntnis gesetzt, falls die Dame ihren Geldbeutel im Fundbüro vermuten würde.

Letztendlich wurden die zuständigen Polizeidienststellen am nächsten Tag nochmals zur Hilfe gebeten. Eine Streife traf die Frau an ihrem Wohnsitz in Garmisch-Partenkirchen an und der Kontakt zur Wolfratshauser Polizei war hergestellt.

Am Nachmittag war es dann endlich soweit. Die Garmischerin und der Wolfratshauser Bub trafen sich bei der Polizei Wolfratshausen und die Geldbörse wurde persönlich vom ehrlichen Finder an die glückliche Dame übergeben. Für seine „gute Tat“ wurde er mit einem großzügigen Obolus entlohnt! Wie hoch genau der Finderlohn war, hat keiner der Beteiligten verraten, aber die Freude war dem Jungen deutlich anzusehen, so hieß es im Polizeibericht.

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