Jagdpolitischer Austausch

Novelle des Bundesjagdgesetzes: Bundestagsabgeordnete Radwan trifft Jagdverbands-Vize

Tauschten sich über die Novelle im Bundesjagdgesetz aus: BJV-Vize Thomas Schreder, Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan und Eglings CSU-Ortsvorsitzender Florian Sperl (v.l.).

Egling – Derzeit finden intensive Debatten über die anstehende Novelle des Bundesjagdgesetzes (BJG) zwischen den anerkannten Naturschutzverbänden und den politischen Akteuren statt. Aus diesem Grund arrangierte der Eglinger CSU Ortsvorsitzende und Jagdaufseher, Florian Sperl, ein Treffen zwischen dem CSUBundestagsabgeordneten Alexander Radwan und BJV-Vizepräsident Thomas Schreder, um im Dialog Argumente und Positionen auszutauschen.

Thomas Schreder sieht im neuen Bundesjagdgesetz einige Probleme, die auf Bayerns Jägerschaft zukommen könnten. Insbesondere „berge es die Gefahr, dass das bewährte bayerische System zerschossen wird“, so Schreder. Der Jagdbeirat auf Landkreisebene sowie die Hegeringe hätten bei der Erstellung des Abschussplans keinerlei Mitsprache und Funktion mehr. Wildbiologische Aspekte würden keine Rolle mehr spielen. Allein das Vegetationsgutachten würde dann den erforderlichen Mindestabschuss bestimmen. Nach bisher geltendem Recht sind neben den Ergebnissen des Verbissgutachtens auch die körperliche Verfassung des Wildes und die Bewertung des Wildbestandes maßgeblich für die Erstellung des Abschussplanes. Die in Bayern vorgeschriebenen Pflichthegeschauen als wichtige und bewährte Informationsplattform zwischen Jägern, Landwirten und Politik würden unwirksam und verlören ihre Notwendigkeit. Dies sind nur einige genannte Folgen aus einer möglichen Novellierung des BJG. Alexander Radwan sicherte zu, die Position in die entsprechenden Gremien einzubringen und mit den dafür zuständigen Personen zu sprechen. „Die Jäger leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Naturschutz ist eine zentrale Aufgabe ihrer Tätigkeit. In der öffentlichen Wahrnehmung gerät das leider häufig in Vergessenheit“, so Radwan. Hier sei es auch Aufgabe der Jagdgemeinschaft, der breiten Bevölkerung ihre Tätigkeiten noch näher zu bringen. Die CSU im Bundestag werde die Jäger auch weiterhin unterstützen“, sicherte der Abgeordnete zu. Im Koalitionsvertrag hätten sich die Regierungsparteien dafür ausgesprochen, die Jagd als nachhaltige Nutzungsform zu stärken. „Das Ganze soll aber mit dem entsprechenden Augenmaß und Sorgfalt unter Betrachtung aller Randumstände geschehen“, so Sperl. tka

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