Teurer Abbruch

Jahnschule: Auch Brandschutzkonzept treibt Kosten nach oben

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Warum die Abbruchkosten auf dem Jahnschulgelände in Bad Tölz von 530.000 auf 826.000 Euro gestiegen sind, wurde am Dienstag im Finanzausschuss des Stadtrates erläutert.

Bad Tölz – Von 530.000 auf über 826.000 Euro haben sich die Abbruchkosten auf dem Jahnschulgelände, wo auch der Bau eines Kindergartens geplant ist, erhöht. Kritik an der Kostenmehrung hatte in der letzten Stadtratssitzung CSU-Stadtrat Anton Mayer geübt. Deshalb erläuterte der designierte Stadtbaumeister Florian Ernst in der Finanzausschuss-Sitzung am Dienstag die entstandenen Kosten, was die Ausschuss-Mitglieder und Mayer offenbar überzeugte, denn es kam zu keiner weiteren Diskussion mehr.

Wie Ernst ausführte, hätten eine Vielzahl von zusätzlichen Arbeiten zu der Kostensteigerung geführt. So musste für das Brandschutzkonzept an den verbliebenen Schulräumen 109.000 Euro aufgewendet werden, weitere 36.000 Euro erforderte die WC-Anlagen und Arbeiten an den Fassaden, da aus Innenmauern durch den Wegfall von Klassenräumen plötzlich Außenmauern wurden. Zudem fielen Arbeiten für den Kanal, den man auch für den Kindergartenbau benötigt, in Höhe 106.000 Euro an, weitere Baunebenkosten und Unvorhergesehenes wurden mit 46.000 Euro beziffert. So ergab sich mit den reinen Abbrucharbeiten in Höhe von 529.000 Euro eine Gesamtsumme von jetzt 826.000 Euro. Ernst verwies noch einmal darauf, dass die ursprünglichen Abbruchkosten nur überschlägig geschätzt worden waren, da man ja nicht wissen konnte, welche unvorhergesehenen Einbauten beim Abbruch zutage treten würden. Auf die Frage von CSU-Stadtrat Karsten Bauer, ob es nicht besser gewesen wäre, Unvorhergesehenes „schon vorher drauf zu satteln“, meinten Ernst und Bauamtleiter Christian Fürstberger, das sei nicht sinnvoll, da „sich das Honorar des mit der Bauleitung beauftragten Ingenieurbüros Alischer/Buchner/Hoheisl nach der Höhe der Baukosten errechnet“. bo

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