Bürgerversammlung „light“

Jahresrückblick der Gemeinde Gaißach als 26-seitiges Dokument erhältlich

Gaißachs Bürgermeister: Stefan Fadinger.
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Gaißachs Bürgermeister: Stefan Fadinger.

Gaißach – Diese Zusammenkunft war eine Bürgerversammlung ohne Bürger. Weil die für den vergangenen Sonntag geplante Versammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, gab Rathauschef Stefan Fadinger in der Gemeinderatssitzung zwei Tage später einen ausführlichen Jahresbericht ab.

Bürgerversammlung-Anfragen per E-Mail oder Telefon


Besondere Zeiten erfordern kreative Lösungen: Weil es in einer regulären Bürgerversammlung bekanntermaßen die Möglichkeit gibt, sich mit Wünschen und Kritik zu Wort zu melden, hat man auch daran gedacht: Gaißacher Bürger wenden sich per an den Rathauschef per E-Mail (fadinger@gaissach.de) oder unter Tel: 08041/8047-10. Zudem ist der Jahresrückblick das als 26-seitiges Dokument auf die Webseite der Gemeinde (www.gaissach.de) gestellt und kann dort von den Bürgern nachgelesen werden kann. Wer keinen Internetzugang hat, der kann sich auch die Papierversion zuschicken lassen. rbe

Der Jahresrückblick 2020 mit vielen Informationen seitens der Gemeinde Gaißach ist deutlich ausführlicher gehalten als die Tischvorlage, die sonst bei der Bürgerversammlung aufliegt. Neben dem Text veranschaulicht sie die Zusammenhänge mit zahlreichen Statistiken, Grafiken und Diagrammen. In seinem Vorwort betont Stefan Fadinger, was die Corona-Pandemie für die Gemeinde bedeutet und wie sie das Dorfleben überschattet: „Angst, Verzicht und Sorgen. Viele Veranstaltungen, Treffen und Fest konnten nicht stattfinden und sind bedauerlicherweise abgesagt worden. Wo es möglich war, hat man versucht Kompromisse einzugehen, aber viele haben das gewohnte Miteinander vermisst.“

Fadingers Übersicht über die Finanzen macht deutlich, dass die Gemeinde in dieser Hinsicht bislang glimpflich durch die Krise gekommen ist. Die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Anteilen an der Einkommens- und Umsatzsteuer sehen noch recht gut aus, allerdings erhöht sich die Umlage an den Landkreis um 240.000 Euro. Dem Vermögenshaushalt für geplante gemeindliche Investitionen fließen erneut 1,67 Millionen Euro zu, was bedeutsam ist, weil jetzt mit dem bevorstehenden Kindergarten-Neubau und der neuen Turnhalle zwei große Investitionen bewältigt werden müssen. Die Pläne für das Turnhallenprojekt sollen in einer Sondersitzung am 18. Dezember beschlossen werden.

Ein weiteres Thema ist der Besucheransturm auf Naherholungsgebiete am Alpenrand und der Ausweichverkehr durchs Dorf. Hier fordert der Bürgermeister „naturverträgliche und eigentumsrespektierende“ Lösungen, verbunden mit Verwarnungsgeldern durch die Parküberwachung für besonders uneinsichtige Erholungssuchende.

Dargestellt werden auch personelle Veränderungen in den Kindergartengruppen und bei der Schulleitung sowie der geplante Neubau von Kindergarten und Zweifachturnhalle. Zu Letzterem sagt Fadinger: „Das sind besonders intensive und langwierige Verhandlungen.“ Rainer Bannier

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