100 Jahre Sozialverband

Jubiläumsfeier der AWO Oberbayern in München

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Vom AWO-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen (v.l.): Ingrid Antoch, Gerda Müller und Heidemarie Hirsch.

Bad Tölz/München – 1919 hatte Marie Juchacz – Frauenrechtlerin, Sozialreformerin und eine der ersten weiblichen Abgeordneten in Deutschland überhaupt – den „Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt“ ins Leben gerufen: die Keimzelle und Geburtsstunde der heutigen AWO.

Der AWO-Bezirksverband Oberbayern – Träger zahlreicher Einrichtungen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – feierte jüngst zusammen mit rund 120 Ehrenamtlichen, Freunden und Förderern das 100-jährige Verbandsjubiläum in München. Darunter auch Ingrid Antoch, Gerda Müller und Heidemarie Hirsch vom AWO-Kreisverband Tölz.

Walter Jonas, Vizepräsident der Regierung von Oberbayern, und Rainer Schneider, Vizepräsident des Bezirkstags von Oberbayern, gratulierten dem traditionsreichen Sozialverband zum 100. Geburtstag und bedankten sich für dessen vielfältige Angebote in den oberbayerischen Kommunen und die gute Zusammenarbeit. Nachdem der Historiker und Buchautor Prof. Dr. Jürgen Mittag die Entstehungsgeschichte des Verbands erläutert hatte, sorgte die aus dem Bayerischen Fernsehen bekannte Kabarettistin Lizzy Aumeier für Spaß und Unterhaltung. Aumeier bezeichnet sich selbst aufgrund der Verbandsaktivitäten ihres Vaters als „Kind der AWO“.

Nicole Schley, Präsidentin, und Cornelia Emili, Vorstandsvorsitzende der AWO Oberbayern, betonten, dass sich die Organisation bis heute den Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz verpflichtet fühle. Gerade in Zeiten „wachsender sozialer Ungleichheit und fremdenfeindlicher Strömungen“ sei der „praktische und politische Einsatz für eine vielfältige, tolerante und solidarische Gesellschaft, für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie so wichtig wie eh und je“. red

Wofür steht die Arbeiterwohfahrt (AWO) ?

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein dezentral organisierter deutscher Wohlfahrtsverband, der auf persönlichen Mitgliedschaften in seinen Ortsvereinen aufbaut. Sie ist einer der sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und mit rund 210.000 hauptamtlichen Mitarbeitern einer der großen Arbeitgeber in Deutschland. Ihre Hauptaufgabe ist es, sozial schlechter gestellte Menschen zu unterstützen. Heutzutage betreut sie hauptsächlich Menschen mit Behinderungen und Senioren, betreibt auch Kindergärten, offene Ganztagsschulen, psychiatrische und forensische Kliniken, Einrichtungen für Ferienfreizeit und Beratungsstellen für Migranten, Asylbewerber und Menschen in Notlagen. 


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