Jugendangebote werden gut angenommen

Jugendcafé und Bürgerhaus Lettenholz erfreuen sich über hohe Besucheranzahl

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Bad Tölz Bürgermeister Ingo Mehner (l.) und Franz Späth (Leiter Tölzer Jugendförderung) sind zufrieden mit der finanziellen Lage bei der Jugendförderung.

Bad Tölz – Einige der neuen Stadträte blickten sich anfangs noch ein bisschen suchend um, ehe sie – coronabedingt mit Abstand – ihren Platz im Sitzungssaal des Rathauses fanden, doch dann ging’s gleich geballt los, als Kämmerer Hermann Forster den Neulingen in der jüngsten Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung Aufgaben und Entscheidungsbereiche erläuterte.

Dabei gab der Finanzfachmann, der zuvor eine dreistündige Videokonferenz mit etlichen seiner deutschen Kämmerer-Kollegen absolviert hatte, seine langjährige Erfahrung im Umgang mit Sitzungsvorbereitung, Entscheidungen, öffentlichen- und nichtöffentlichen Themen, beschließende oder vorberatende Zuständigkeit weiter, die zwar alle in der Geschäftsordnung geregelt sind, die aber wohl niemand im Detail studiert haben dürfte.

Danach nahmen die Ausschuss-Mitglieder von CSU, Freier Wählergemeinschaft, Grünen und SPD unter anderem den Jahres- und Budgetbericht 2019 der Jugendförderung zur Kenntnis. Interessant, dass diese Sitzung nach der Verstimmung über die Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters (bei der die Grünen nicht zum Zug kamen) harmonisch und sogar in humorvoller Stimmung verlief.

Bürgermeister Ingo Mehner danke eingangs den Verantwortlichen der Tölzer Jugendförderung für ihren Einsatz, der durch die aktuell notwendige Schließung des Jugendcafés an der Hindenburgsstraße und des Bürgerhauses Lettenholz stark beeinträchtigt ist. Leiter Franz Späth berichtete über das Jahr 2019, in dem man aus finanzielle Sicht eine „Punktlandung“ hingelegt hatte. Vom zugewiesenen Zuschuss in Höhe von 306.000 Euro habe man 305.460 Euro verbraucht. Allein die Personalkosten lagen bei schon bei 337.000 Euro, sie konnten durch den Landkreiszuschuss von 84.000 Euro aufgefangen werden.

Wichtiger als die Zahlen und den Verantwortlichen sind aber die 197 Öffnungstage im Jugendcafé mit 6.500 Besuchen (gezählt wird nicht die Anzahl der Besucher, sondern die Besuche an sich werden registriert) die 2.850 Besuche im Bürgerhaus Lettenholz, der Kindersommer und Sportprojekte. Mit Unterstützung von Michael Much vom gleichnamigen Taxiunternehmen konnte auch wieder ein Ausflug an den Gardasee durchgeführt werden. Späth bilanzierte in seiner ruhigen Art: „Insgesamt werden die Angebote der Tölzer Jugendförderung sehr gut in Anspruch genommen, eine ansprechende Jugend- und Quartiersarbeit geleistet.“

Auf Nachfrage von Johanna Pfund (Grüne) kündigte Späth an, dass man sich derzeit auf die mobile Arbeit verlegt habe und wegen der geschlossenen Häuser auf die Jugendlichen zugehen wolle, um sie für Aktivitäten und Projekte zu erreichen. bo

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