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Zweiter Jugendfischertag am Sylvensteinsee: Junge Angler lernen von Profis

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Von: Daniel Wegscheider

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Jugendfischertag am Sylvensteinsee
Lehrreicher Tag am Sylvensteinsee: Herbert Ziereis (2.v.r.) beantwortet die Fragen der jungen Fischer. © Martin_Schliephake

Lenggries – Der Bezirksfischereiverein Bad Tölz und der Fischereiverein Lenggries haben sich jüngst bei traumhaftem Sommerwetter zum zweiten Mal zum Jugendfischertag am Sylvensteinsee getroffen.

Gekommen waren auch die beiden Bürgermeister Ingo Mehner und Stefan Klaffenbacher sowie der Präsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Maximilian Voit.

Die Idee für die Veranstaltung hatte der Lenggrieser Jugendleiter Klaus Böhm, der bei der Organisation und Durchführung von Dori Baumgartner unterstützt wurde. Der erste Jugendfischertag fand im Jahr 2019 am Sylvensteinsee statt. „Leider konnte in den darauffolgenden Jahren Corona-bedingt kein Jugendfischertag geplant und durchgeführt werden“, berichtete Thomas Rauch, Schriftführer vom Fischereiverein Lenggries. Doch heuer hat es wieder geklappt und es hieß „Petri Heil“ unter den jungen Fischern. Gekommen waren auch Jugendliche aus anderen Vereinen von außerhalb des Landkreises.

Fischerjugend ermöglicht erlebnisreichen Tag am Wasser

Durch das Ausrichten des Jugendfischertages soll der Fischerjugend und interessierten Kindern ein erlebnis- und lehrreicher Tag in der Natur und am Wasser ermöglicht werden. „Die Sensibilisierung der an der Fischerei interessierten jungen Menschen für einen verborgenen Lebensraum, der in der heutigen Zeit mit großen Veränderungen konfrontiert wird, stand an diesem Tag im Vordergrund“, erklärte Rauch.

Um den Junganglern theoretisches Wissen auch praktisch zu vermitteln, waren einige bekannte Angler zum Sylvensteinsee angereist. So konnten etwa Herbert Ziereis aus Kleinhartpenning und Andi Pfirstinger aus Wackersberg in verschiedenen Lernstationen einen Teil ihres Wissens an die Jugendlichen weitergeben. Des Weiteren wurden an Lernstationen Themen wie schonender und waidgerechter Umgang mit dem Fisch, Sicherheit am und auf dem Wasser, Umgang mit der Angel, Grundlagen des Fliegenfischens, Angelmaterial sowie verschiedene moderne Methoden zum Kunstköderangeln gelehrt. Ebenso stand das grundlegende Verhalten in sensiblen Naturbereichen bei der Veranstaltung im Vordergrund. Dafür standen die Isarranger bereit und nutzten die Gelegenheit, um bei ihrer Station Fragen der Jugendlichen zu beantworten und ihre Erfahrungen weiterzugeben.

Umgang mit einem Hecht
Experte im See: Fischer Dominik Köhnlein zeigt interessierten Kindern den Umgang mit einem Hecht. © Baumgartner

Nach etwa vier Stunden, in denen die Jugendlichen zwischen den Stationen rotierten, durften die jungen Angler unter Aufsicht der Jugendleiter noch selbst vom Ufer und vom Boot aus Fischen. „Der durch die lange Trockenperiode extrem niedrige Wasserstand des Sylvensteinsees machte es den Organisatoren und den ambitionierten Jugendfischern nicht einfach, aber es wurde letztlich der ein oder andere Fisch gefangen“, sagte Rauch.

Der informative Tag in und am Wasser endete beim Vereinsheim des Fischerei Lenggries in Fall. Die 54 teilnehmenden Jugendlichen waren dort mit ihren Betreuern zum gemeinsamen Grillen eingeladen. Viele nutzten hier die Gelegenheit sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Als Erinnerung zur Teilnahme erhielt jeder junge Fischer eine Urkunde, eine Baseballkappe vom Fischereiverband Oberbayern, eine Fischerjugend-Stofftasche mit Angelmaterial sowie einen von vielen Preisen in Form von Angelausrüstung – die von den Sponsoren der Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurden. „Es war insgesamt ein toller Tag für alle Beteiligten, für den es sicherlich zukünftig eine Neuauflage geben wird“, bilanzierte Rauch.

Lesen Sie auch: Am Wolfratshausener Badweiher hieß es Petri Heil für Menschen mit Behinderung.

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