Warten auf Ideen

Jugendreferentin Heidi Dodenhöft zieht Jahresbilanz

+
Wünscht sich politisch engagierte Jugendliche: Jugendreferentin Heidi Dodenhöft (3.v.r.) betreut die Sitzungen des Jugendrats.

Geretsried– Gemeinsam mit Stadtjugendpflegerin Christina Metz betreut Jugendreferentin Heidi Dodenhöft den Jugendrat. Im Stadtrat berichtete sie nun über ihre Tätigkeit und Projekte, die zum Teil noch nicht verwirklich wurden.

Zeitplan vor: Am 11. Februar soll die Grundsteinlegung in der derzeit etwas trostlosen Baugrube stattfinden. Bereits sechs Wochen später soll der Rohbau stehen, für die Eröffnung der Räumlichkeiten wird der August anvisiert. Problem: Viele Aufträge an Baufirmen sind noch nicht vergeben und auch die personelle Besetzung des Betreuerteams ist unklar. Zweiter Bürgermeister Hans Hopfner (SPD) sprach aus, was viele Räte dachten: „Dieser Zeitplan ist mehr als sportlich. Ich glaube nicht, dass die Kindertagesstätte im August fertig ist!“

Im Sommer 2018 wurden sechs junge Frauen und fünf junge Männer im Rathaus zu Jugendräten gewählt. Ihnen steht jährlich ein Budget von 5.000 Euro zur Verfügung. „Es ist ein billiger Jugendrat: Das Budget ist noch nicht aufgebraucht, weil viele Projekte noch nicht verwirklicht werden konnten“, verriet Dodenhöft im Stadtrat. Aufgabe des für einen Zeitraum von drei Jahren gewählten Gremiums ist es, für Jugendliche relevante Themen zu diskutieren und Projekte anzustoßen, die die Stadt für ihre jungen Bewohner lebenswerter machen.

Dazu gehört auch die Aktion Blumenwiese: So sollten eigentlich schon in diesem Jahr zwei Verkehrsinseln beim Eiscafé „L‘Arena“ an der Jahnstraße und im Gewerbegebiet Gelting mit Zier- und Wildblumen bepflanzt werden. „Das konnte bisher leider nicht mehr realisiert werden, vielleicht klappt’s im nächsten Jahr“, hofft Dodenhöft. Ebenfalls aufgeschoben werden muss die geplante „Blade Night“, da eine teilweise Sperrung der B11 von den Behörden abgelehnt wurde. Nun soll geprüft werden, ob die Veranstaltung auch an anderen Stellen im Stadtgebiet durchführt werden kann.

Fest steht dagegen, dass sich der Jugendrat im kommenden Jahr an den Festivitäten zum 70-jährigen Jubiläum der Gemeindeerhebung Geretsrieds und zum 50-jährigen Bestehen der Stadterhebung beteiligt. Dann werden die Jugendlichen auch in ihren beidseitig bedruckten gelben T-Shirts auftreten, die sie vor einigen Monaten anfertigen ließen. Dodenhöft lobte die reibungsvolle Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit, der die zwei Jugendzentren Saftladen und Ein-Stein etabliert hat und sich in vielerlei Hinsicht für die Jugendlichen einsetzt. Am Ende ihres kurzen Rechenschaftsberichts richtete sie an die Geretsrieder Jugendlichen den Appell, sich weiter zu engagieren. „Vielleicht müssen wir aber auch noch mehr Beteiligungsformen finden“, gab Dodenhöft zu bedenken.Peter Herrmann

Auch interessant

Meistgelesen

Wiederauflage von „Grün kaputt“ im Kloster Beuerberg zu sehen
Wiederauflage von „Grün kaputt“ im Kloster Beuerberg zu sehen
Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten
Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten
Stadt Bad Tölz stellt Planung zum Baugebiet „Hintersberg II“ (Zwickerwiese) vor
Stadt Bad Tölz stellt Planung zum Baugebiet „Hintersberg II“ (Zwickerwiese) vor
Wirtschaftsstandort Lenggries präsentiert sich bei Gewerbeschau von seiner besten Seite
Wirtschaftsstandort Lenggries präsentiert sich bei Gewerbeschau von seiner besten Seite

Kommentare