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Jugendsiedlung Köngisdorf: Ludwig löst langjährigen Vorsitzenden Schultz ab

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Von: Peter Herrmann

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Der Vorstand der Jugendsiedlung Hochland
Der Vorstand der Jugendsiedlung Hochland: Robert Wenzelewski (Tandemleitung Bildung), Markus Ludwig (Vorsitzender), Michael Kroll (Beisitzer), Dorit Wiedemann (Beisitzerin), Volker Blechschmidt (Vertreter evangelische Jugend), Markus Amann (Beisitzer), Christoph Pfeiffer (Stellvertretender Vorsitzender) und Roland Herzog (Tandem Betriebsleitung). Nicht auf dem Bild: Alexander Klug (Kath. Jugend, BDKJ) und Konrad Specker (Vertreter des Landkreises und Bezirkstag). © Peter Herrmann

Königsdorf - Mit einem Festakt verabschiedete sich die Jugendsiedlung Hochland von ihrem langjährigen Vorsitzenden Klaus Schultz. Sein Nachfolger wurde zuvor gewählt.

Seit 1987 engagierte sich Diakon Klaus Schultz im Vorstand der Jugendsiedlung Hochland. Am Ende seiner feierlichen Verabschiedung im Eugen-Polz-Saal erhielt der 67-Jährige, der 1999 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, von seinen ehemaligen Wegbegleitern ein besonderes Abschiedsgeschenk.

Roland Herzog von der Tandem-Betriebsleitung warf ihm ein kleines Segelflug-Modell zu. Es stand symbolisch für einen Fluggutschein. „Damit kannst du dir die Jugendsiedlung mal von oben anschauen“, sagte Herzog.

In der vorhergehenden Mitgliederversammlung wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Markus Ludwig zu seinem Nachfolger bestimmt. Der promovierte Physiker betreut seit einigen Jahren beruflich die Zusammenarbeit von verschiedenen Hochschulen, um die Digitalisierung der deutschen Kommunen besser zu fördern, und will nun die geplante Sanierung des Übernachtungshauses in der Jugendsiedlung vorantreiben. „Du hast einen gewaltigen Fußabdruck hinterlassen“, lobte Ludwig seinen Vorgänger.

Klaus Schultz erinnerte sich während einer lockeren Gesprächsrunde leicht wehmütig an seine ersten Jugenderlebnisse in der Hochlandsiedlung zurück. „Als ich im Alter von zwölf Jahren an einem Zeltlager der Evangelischen Jugend München teilnahm, hätte ich nicht gedacht, dass mich dieser Ort so lange begleiten und intensiv prägen würde“, gestand Schultz.

1987 schloss er sich dem Vorstand an. „Damals betrug der Jahreshaushalt rund 500.000 Euro mit einer sehr überschaubaren Zahl von Mitarbeitern und Bildungsangeboten“, berichtete der langjährige Vorsitzende. Mittlerweile sei der Jahreshaushalt auf 2,8 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl auf 42 und die Bildungsangebote auf 400 gewachsen.

„Die Jugendsiedlung ist zu einem der größten Unternehmen der Gemeinde und internationaler Werbeträger geworden“, würdigte Königsdorfs Vize-Bürgermeister Sebastian Seidl die Verdienste von Schultz. Michael Gößl, Geschäftsführer des bayerischen Landesverbandes der deutschen Jugendherbergen (DJH), hob die inspirierende Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Jugendsiedlungsvorsitzenden hervor.

„Seine charmanten, lösungsorientierten Ansätze haben sich gegen die Lautsprecher durchgesetzt“, lobte Gößl. Nach den Klängen eines weiblichen Klarinettentrios der Königsdorfer Blasmusik klang der Festakt mit den gemeinsam gesungenen Liedern einer ökumenischen Segensfeier aus.

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