Ein Platz neben Stoiber

Kabarettist Josef Brustmann landet auf dem „Walk of Fame“

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Enthüllten die vierte Plakette auf dem „Walk of Fame“: Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Kulturreferent Alfred Fraas, der geehrte Musikkabarettist Josef Brustmann und LAW-Vorsitzender Hans-Werner Kuhlmann (v.l.). Das Design der Ehrenplatte gestaltete Sandra Kolondam aus Berg.

Wolfratshausen – Seit 2013 vergibt der Verein „Lebendige Altstadt Wolfratshausen“ (LAW) in Zusammenarbeit mit der Stadt eine besondere Ehrenplatte, die auf dem „Walk of Fame“ vor der Loisachhalle installiert wird. Diesmal konnte sich der in Waldram aufgewachsene Kabarettist Josef Brustmann über diese Auszeichnung freuen.

„Auf dem Walk of Fame würdigen wir Persönlichkeiten, die durch ihre außergewöhnlichen Erfolge Wolfratshausen bekannt machen“, erklärte Hans-Werner Kuhlmann in seiner Grußansprache. Bisher erhielten die Künstlerin Katharina Lüthi, Chorleiter Yoshihisa Kinoshita und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber diese Auszeichnung. Zum Festakt vor der Loisachhalle kamen neben Bürgermeister Klaus Heilinglechner, zahlreichen Stadträten und Angehörigen der Familie Brustmann auch die Künstlerin Sandra Kolondam aus Berg, die die Platte mit einer Lyra gestaltet hat. Gegossen wurde die Plakette in Höhenrainer Kunstgießerei von Marc-Andreas Hofmeister. „Diese Auszeichnung zeigt, dass aus Wolfratshausen interessante Persönlichkeiten kommen, deren Leistungen ein positives Licht auf unsere Stadt werfen“, erklärte Heilinglechner. Der Rathauschef räumte ein, dass Kabarettisten es den politischen Verantwortungsträgern mit ihrer scharfen Kritik mitunter ganz schön schwer machen. „Wir brauchen aber diesen Spiegel, der uns in die Realität zurückholt“, betonte Heilinglechner. Kulturreferent Alfred Fraas würdigte den bereits 2015 mit dem deutschen Kabarettpreis ausgezeichneten Brustmann als Botschafter Wolfratshausens. „Wir wollen zum Ausdruck bringen, dass der Prophet im eigenen Lande doch gehört wird“, erklärte Fraas. Er wünschte dem Künstler, dass er auch weiterhin seiner Herkunft und seiner Sprache treu bleibt.

Nachdem der Geehrte begleitet von dem Akkordeonisten Martin Regnat sein musikalisches Talent und seinen Wortwitz unter Beweis gestellt hatte, bedankte er sich selbstironisch für die Auszeichnung und erzählte Anekdoten aus seiner in Waldram verbrachten Kindheit. „Dass ich einst auf dem Wolfratshauser Hollywood-Pfad lande und neben Dr. Edmund Stoiber eingegraben werde, war damals nicht abzusehen“, zeigte sich Brustmann verwundert. Peter Herrmann

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