Gegen Gift und Gentechnik

Karl Bär will als Direktkandidat für die Grünen in den Bundestag

Grünen-Kandidat der Karl Bär
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Karl Bär ist Grünen-Kandidat für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach.

Landkreis – Für die Grünen im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach geht Karl Bär bei der Bundestagswahl im September ins Rennen.


„Die zentrale Aufgabe für dieses Jahrhundert wird sein, eine lebenswerte Erde zu erhalten“, erklärte Karl Bär in seiner Bewerbungsrede um die Grünen-Bundestagsdirektkandidatur für den Wahlkreis. Der erste Teil der Aufstellung fand ausschließlich digital statt: Die drei Bewerber stellten sich in einer Videokonferenz den rund 140 zugeschalteten Mitgliedern und Gästen vor und beantworteten deren Fragen, ehe – ebenfalls online – die Abstimmung über das Tool „Abstimmungsgrün“ erfolgte. 83 Prozent der Stimmen entfielen auf den Miesbacher Kreis- und Holzkirchner Gemeinderat Karl Bär, der damit designierter Direktkandidat für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach ist. Offiziell wird seine Nominierung erst durch die parteiinterne Briefwahl, deren Frist am 10. April endet.

Karl Bär, 36 Jahre alt und Referent für Agrar- und Handelspolitik beim Umweltinstitut München, weiß um die großen Aufgaben für das Eindämmen des Klimawandels und den Erhalt der Biodiversität. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Landwirtschaft zu: „Sie hat gleichermaßen Anteil daran und leidet darunter.“ In Berlin möchte Karl Bär sich daher für ökologische, regionale, bäuerliche Strukturen und gesunde Lebensmittel ohne Gift und Gentechnik einsetzen. Die Landwirtschaft im Oberland könne dafür ein Beispiel sein.

Für die Region will Karl Bär Investitionen in zeitgemäße Schieneninfrastruktur erreichen, indem die rund 320 Millionen Euro des Bundesverkehrswegeplans für Straßenbauprojekte in den beiden Kreisen umgewidmet werden. „Und ich werde mich immer gegen eine Gesundheitspolitik stellen, die eine Privatisierung oder gar Schließung von Krankenhäusern in ländlichen Regionen zur Folge hätte“, sagt der Kandidat.

Neben Karl Bär hatten sich Zimmerermeister Nikolaus Hanus aus Lenggries und Martin Jordan aus Otterfing beworben. Wahlleiterin Jovana von Beckerath und Versammlungsleiter Georg Kammholz bedankten sich bei den Bewerbern für ihren fairen Wettbewerb und bei allen Mitwirkenden, die die erste rein digitale Aufstellungsversammlung im Wahlkreis 223 ermöglichten. „Es bedarf viel Zeit und Energie, eine solche Veranstaltung online auf die Beine zu stellen“, resümiert Jovana von Beckerath und Georg Kammholz ergänzt: „Ein hervorragendes Teamwork, das uns nun Rückenwind für einen erfolgreichen Wahlkampf geben wird.“

Als Nächstes steht für Karl Bär die Landesdelegiertenkonferenz an. Auch diese wird digital stattfinden. Die Kandidaten werden ihre Bewerbungsreden für die bayerische Landesliste in der Messehalle Augsburg halten. Bär sieht gute Chancen auf einen aussichtsreichen Listenplatz.

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