Der beste Lehrer im Landkreis

Der beste Lehrer im Landkreis

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Erhielten vom Rotary Club Urkunden und Blumensträuße (v. l.): Richard Neumaier, Angela Hanke, Martina Schulz, Preisträger Karl Haider, Lydia Kirschner, Barbara Süßmann und Rüdiger Rieß.

Wolfratshausen – Seit 2017 kürt der Rotary Club Wolfratshausen-Isartal am Ende des Schuljahres eine vorbildliche Lehrerpersönlichkeit aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Diesmal durfte sich Karl Haider vom Ickinger Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium über den mit 3.000 Euro dotierten „Summa cum laude“-Preis freuen.

Bei der vom Rotary Club initiierten Aktion waren Elternbeiräte aufgerufen, Kandidaten vorzuschlagen. „Wir wollen ein Zeichen gegen die in der Öffentlichkeit dargestellte Kritik an Lehrern setzen“, erklärte Projektleiter Christoph Irmer.

Rotary-Club-Präsident Daniel Seibert hatte zusammen mit den Juroren Dr. Elisabeth Kurzweil, Professor Elmar Baur, Dr. Volker Wurnig und Dr. Stefan Schmidbauer die Qual der Wahl. Denn von den acht nominierten Pädagogen hätte seiner Ansicht nach eigentlich „jeder den Preis verdient“.

Blumensträuße und Urkunden erhielten Rüdiger Rieß (Praxisklasse an der Karl-Lederer-Mittelschule), Angela Hanke (Grundschule Münsing), Martina Schulz (Berufliche Oberschule Bad Tölz), Barbara Süßmann (Karl-Lederer-Grundschule Geretsried), Lydia Kirschner (Mädchenrealschule St. Immaculata Schlehdorf), Dr. Nikolaus Frei (Max-Rill-Gymnasium Reichersbeuern), Richard Neumaier (Gymnasium Geretsried) und Karl Haider (Gymnasium Icking).

Letzterer wurde schließlich zum besten Lehrer gekürt. „Ich wusste nichts von meinem Glück, die Nominierung des Elternbeirats hat mich überrascht“, gestand Haider im Gespräch mit dem GelbenBlatt. Seit 2005 unterrichtet der 53-Jährige am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking die Fächer Deutsch, Sport und Ethik. Zudem bietet Haider seinen Schülern die Möglichkeit zur Skilehrerausbildung, leitet die Oberstufentheatergruppe und trainiert eine Mädchenfußballmannschaft. „Ausdauer, Hingabe, Achtsamkeit, Ruhe, Sachlichkeit, Fairness und Empathie sind die Tribute, die ihn auszeichnen“, lobte Rotary-Präsident Seibert.

In einer kurzen Dankesrede zeigte sich der Preisträger bescheiden. „Ich nehme den Preis stellvertretend für alle Lehrer an, die einen sauguten Job machen“, erklärte Haider. Als der ehemalige Leistungssportler vor 15 Jahren das Lehreramt am Ickinger Gymnasium antrat, sei ihm der hohe Aufwand noch gar nicht bewusst gewesen. Mittlerweile seien die Anforderungen und die schulpolitischen Herausforderungen weiter gewachsen.

Landrat Josef Niedermaier gab ihm recht und erinnerte auch an die Belastungen während der Corona-Pandemie. „Mein Dankeschön gilt allen Lehrern, die den Mut haben, Änderungen anzunehmen und – wenn es sein muss – auch gegen den Strom schwimmen“, sagte der Tölzer.

Die Rotary-Aktion „Summa cum laude“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. „Der Betrag muss zur Förderung der Bildung an der Schule des Preisträgers eingesetzt werden“, erklärte Projektleiter Irmer.

Gemeinsam mit Martin Füger hatte er auch das von Heinrich Zapf geleitete Geretsrieder Musikschulensemble „Die Powerdudler“ für die Feierstunde im Krämmel-Forum eingeladen. Am Ende des Festakts überreichte der Rotary Club dem diesjährigen „Summa cum laude“-Preisträger ein Bild des Münsinger Künstlers Iring t. N. de Brauw. Nun müssen sich Haider und der Elternbeirat des Rainer-Maria-Rilke Gymnasiums nur noch überlegen, für welche Schulprojekte das Geld verwendet wird. Peter Herrmann

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