Karte statt BargeldJahresbilanz Raiffeisenbanken im Oberland: Steigerung um drei Prozent

Jahresbilanz Raiffeisenbanken im Oberland: Steigerung um drei Prozent

Sie stellten die Bilanz der Raiffeisen Banken im Oberland vor (v.l.): Michael Dandorfer (Münchner Bank), Uwe Massong, Kreisverbandsvorsitzender Manfred Gasteiger, Hansjörg Hegele und Mario Bäsler.

Bad Tölz – In den vergangenen Jahren gab es bei den Raiffeisenbanken im Oberland etliche Filialschließungen, was für Ärger sorgte. Inzwischen jedoch ist keine weitere Reduzierung der örtlichen Präsenz geplant, auch wenn immer mehr Kunden das Online-Angebot annehmen. Von „Hydrid-Kunden“ war jüngst beim Pressegespräch der drei rechtlich selbstständigen Raiffeisenbanken Beuerberg-Eurasburg, Isar-Loisachtal und der Raiffeisenbank im Oberland die Rede.

Sogenannte Hybrid-Kunden sind im Bank-Jargon, die ihre Bankgeschäfte sowohl in den Filialen wie auch im Internet erledigen. Wie Vorstand Manfred Gasteiger von der Raiffeisenbank im Oberland dabei sagte, gibt es inzwischen ein umfangreiches digitales Angebot, angefangen vom elektronischen Postfach auf dem Smartphone bis zum VR-Altersvorsorge-Cockpit, so dass es kein Wunder ist, dass immer mehr Deutsche öfter mit Karte als mit Bargeld bezahlen, zumal der eigentliche Bezahlvorgang an der Kasse deutlich einfacher und schneller geworden ist. „Um auch älteren Kunden die Angst vor PC und Smartphone-App zu nehmen, fanden im vergangenen Jahr mehrere gutbesuchte Veranstaltungen für Computersenioren statt“, so Gasteiger.

Trotz der seit Jahren beklagten Niedrigzinspolitik der EZB konnten die genannten Banken ihre Bilanzsumme erneut um über drei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern, die Kredite wuchsen gar um 3,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro und auch die Einlagen stiegen 2019 trotz Nullzinsen weiter auf 1,6 Milliarden Euro.

Noch eine Reihe weiterer Zahlen hatten Gasteiger und sein Kollege von der Münchner Bank parat. So werden die Raiffeisenbanken in der Region von 28.000 Mitgliedern getragen, man freut sich über 76.000 Kunden. An die Mitglieder konnte eine Dividende von 690.000 Euro ausgeschüttet werden und die 525 Mitarbeiter aus der Region (davon 26 Azubis) haben die Möglichkeit, auch in Teilzeit zu arbeiten, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Die Raiffeisenbanken verstehen sich als „einer der wichtigsten Kreditgeber der Region“, als „einer der größten Vermögensverwalter“ und mit 162.000 Euro auch als großzügiger Spender für regionale Projekte. Zudem werden seit Jahren zahlreiche Sport-Events, wie der Raiffeisen-Cup unterstützt. Seit dem Zusammenschluss vor einigen Jahren gibt es 25 Geschäftsstellen und 17 SB-Stellen, daneben als Besonderheit die drei wirtschaftlich erfolgreichen Raiffeisen-Märkte in Thanning, Warngau (Landkreis Miesbach) und Lenggries. Dort werden Umsätze von 30 Millionen Euro erzielt, derzeit überlege man sich, „diese bewährten Ertragsbringer“ sogar zu erweitern. Weitere Schließungen sind derzeit nicht vorgesehen, in Straßlach (Landkreis München) ist derzeit sogar eine neue Geschäftsstelle im Bau. Auch über den Nachwuchs muss man sich keine Sorgen machen, so Manfred Klaar, der Beruf des Bankberaters sei nach wie vor attraktiv.

Ein ebenso leidiges wie seit Jahren unverändert aktuelles Thema ist angesichts der fehlenden Zinsen auf dem „Sparbuch“ die erfolgreiche Vermögensanlage, die für jeden Kunden individuell erarbeitet werden müsse. Dazu brauchen die Anleger aus Sicht von Gasteiger die Beratung von Fachleuten, und ohne einen gewissen Anteil von Aktien werde es mit der erhofften Rendite schwierig. bo

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