Katholische Stiftungshochschule ermittelt was die Generation 60 plus will

Studie über Senioren

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Andreas Käter, Geschäftsführer des Katholischen Kreisbildungswerks, spricht in der Tölzer Franzmühle über die „Generation 60 plus“.

Bad Tölz – „Fit im Alter“ ist längst kein reiner Werbespruch mehr. Und bei einem gesunden Altersanstieg steigen auch die Seniorenbedürfnisse. Diese haben nun Studenten der Sozialen Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule München für den Landkreis ermittelt.

Gesundheit, Prävention, Recht, Finanzen, Pflege und Wohnen sind die Themen von besonderem Interesse der älteren Landkreisbewohner. Befragt wurden von Studenten 99 Senioren – im Alter von 50 Jahren bis über 80 Jahren. Zudem 16 Seniorenbeauftragte sowie zehn Vertreter von Einrichtungen wie Altenheime oder ambulante Dienste.

Die Ergebnisse der Bedarfserhebung „Bildungsangebote für die Generation 60+“ wertete Professor Dr. Dorit Sing zusammen mit ihren Studenten aus. Dazu wurden Fragebögen angefertigt und in öffentlichen Einrichtungen ausgelegt. Die Motivation für das Projekt schilderte Andreas Käter, Geschäftsführer des Tölzer Katholischen Kreisbildungswerks: „Damit bekommen wir ein klares Bild vom Ist-Zustand.“

Über 90 Prozent der befragten Senioren gaben an, noch mobil zu sein. Somit wurden „die fitten Alten“ erreicht, erklärte Sing. Zudem betonte die Professoren: Die Ergebnisse der Umfrage seien zwar nicht repräsentativ, dafür müsste beispielsweise jeder Teilnehmer persönlich erfasst werden. Allerdings zeigt die Stichprobe „eine Indizienebene, die aussagekräftig ist“. Und auf dieser „Datenlage können wir aufbauen“, berichtet Sing weiter.

Die Ergebnisse der Befragten Senioren sollen in erster Linie anregen, aufgrund der geschaffenen Datenlage weiter zu recherchieren. Sing bezeichnete sie als „einen Impuls, der in den kommenden Jahren Früchte tragen wird“. Konkret werde das Ziel verfolgt, welche Interessen „können wir unterstützen“, erklärte Käter.

Die Stichprobe verdeutlichte auch ein Interesse an neuen Technologien wie das Smartphone, Internet und Soziale Medien (Facebook, Twitter) – das gaben über die Hälfte der befragten Senioren an. Auf der anderen Seite kritisierten fast genauso viele, damit uch überfordert zu sein, – fühlen sich dadurch sogar genervt.

„Wir brauchen Bildung ein Leben lang“, bilanzierte Sing. Wichtig wäre auch, die einsamen und bildungsfernen Senioren zu erreichen. „Es wäre ein großer Erfolg, wenn Bildung im Alter in den Gemeinden durch diese Studie sehr wichtig wird,“ so Sing, „um ein lebenslangens Lernen zu ermöglichen." Daniel Wegscheider

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