„Sternenhimmel“ Ade

Kein Luxus am Karl-Lederer-Platz

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So soll die Neue Mitte Geretsrieds nach Fertigstellung aussehen. Über letzte Details sprach nun der Geretsrrieder Stadtrat in einer Sondersitzung.

Geretsried – Über letzte noch offene Gestaltungsmöglichkeiten am Karl-Lederer-Platz hatten die Räte auf einer Sondersitzung des Geretsrieder Stadtrats jüngst zu entscheiden: Beleuchtung, Begrünung, Wasserspiel und zur Tiefgarage hin: Lifthäuschen, Geländer und Treppen sowie unten der Wandschmuck. Gemäß Beschluss wird es nun keinen „Sternenhimmel“, keine Mediensäule und keine künstlerisch gestalteten Wände in der Tiefgarage geben. In der Januarsitzung hatten die Räte entschieden, dass die Gesamtkosten zirka 3,8 Millionen Euro betragen sollen.

Der von Architekt Klaus Kehrbaum wie auch vom Gremium favorisierte „Sternenhimmel“ – also quer über den Platz an Stahlseilen befestigte LED-Lampen, verankert an den Gebäuden - kann nicht realisiert werden. Die Enttäuschung war groß. Grund sind Schwierigkeiten mit den Hauseigentümern, die eine Genehmigung der Befestigung verweigern, auch die Alternative, eigene Masten zur Befestigung der Seile, ist nicht möglich, da sie teils auf privaten Eigentumsflächen zu stehen kämen. Deshalb gibt es jetzt schlichte Lichtstäbe, also „Stelen“ aus Stahl auf dem Platz verteilt.

In Sachen Begrünung herrschte weitgehend Einigkeit: Deshalb werden pro Baumgruppe je ein großer, möglichst ausgewachsener Baum und mehrere kleinere, jüngere gepflanzt. Sie werden effektvoll beleuchtet. Hier waren die Räte großzügig: Sie stimmten den Mehrkosten von 85.000 Euro zu. Unter den Baumsorten werden Kiefern (Föhren) und eventuell auch Zierkirsche und -apfel sein.

Auf dem Platz wird es ein Wasserspiel im Bereich der Hausnummern 14 bis 20 mit neun Fontänen aus Spritzdüsen geben. Den Mehrkosten von 71.000 Euro wurde zugestimmt.

Un zu „Tiefgarage/ Geländer &Treppen, Kunst“ stimmten die Räte einstimmig für den 25 Meter langen Geländerabgang zur Tiefgarage aus satiniertem Glas. Vorerst nicht künstlerisch ausgestaltet werden die Wände der Tiefgarage. Beschluss: Nur die Grundausstattung – also eine einfache Farbgestaltung der Wand. Die Begründung des Dritten Bürgermeisters Gerhard Meinl (CSU) überzeugte: „Die Wand gehört ja nicht uns, sondern dem Investor.“

Tiefgarage/ Lifthäuschen als Mediensäule: Mit einem Patt endete hier die Abstimmung und somit abgelehnt wurde eine viereinhalb Meter hohe, rundum mit LED-Lampen bestückte Mediensäule am Lifthäuschen. Befürworter waren hauptsächlich Räte der CSU. Die Mehrkosten von rund 300.000 Euro wollten viele andere Räte nicht tragen. Auch, weil zusätzlich Mehrarbeit und -kosten für die Einpflegung der Medien befürchtet wurden. Eine abgespeckte Version mit weniger Medien (-lampen) fand ebenfalls keine Mehrheit. „Das ist schade“, bedauerte Bürgermeister Michael Müller (CSU). cp

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