Kein Pferdeumritt und kein Jahrmarkt

363. Leonhardifahrt in Dietramszell aufgrund Corona abgesagt

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Brauchtum abgesagt: die Leonhardifahrt in Dietramszell findet heuer nicht statt.

Dietramszell – Es wäre heuer die 363. Leonhardifahrt gewesen. Aber: Aufgrund der Corona-Pandemie muss die immer traditionell am dritten Samstag im Juli stattfindende Dietramszeller Leonhardifahrt und der damit verbundene Jahrmarkt- sowie Festzeltbetrieb vom 18. Juli bis 20. Juli abgesagt werden.

Nach dem derzeitigen Stand sei eine Durchführung nicht möglich, so Bürgermeister Josef Hauser. „Da die Vorarbeiten und Vorbereitungen sehr intensiv sind und jetzt auch begonnen hätten werden müssen, hat sich die Gemeinde in Absprache mit den Verantwortlichen des Vereins zur Erhaltung der Leonhardikirche, den Lehardsladern und dem Festwirt zu diesem Schritt entschlossen.“ Ebenso wenig ist der Jahrmarkt- und Festzeltbetrieb durchführbar.

Die Wallfahrt nach St. Leonhard, im Volksmund „Zeller Lehards“ (sprich: Lechatz) genannt, ist bereits in der Zeit um 1578-1591 bezeugt. Als im Jahre 1685 in der Gegend von Dietramszell eine Pferdeseuche grassierte, versprach Propst Marcellinus Obermayr vom Augustiner-Chorherrenstift zu Dietramszell den Bau einer Kapelle zu Ehren des Hl. Leonhard, wenn die Pferde des Klostermeierhofes verschont blieben. Seine Bitte erfüllte sich. Er ließ ein Kirchlein - den Vorläufer unserer heutigen Wallfahrtskirche – errichten und das Kirchweihfest alljährlich festlich am dritten Samstag im Juli begehen. Seitdem findet der Dietramszeller Lehards mit Bittgängen, Gottesdienst, Umritt, Jahrmarkt und Festzelt statt. dwe

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