Hoher Betreuungsbedarf

KJFV verzeichnet steigende Anmeldezahlen für Mittagsbetreuung und Kinderhorte

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Die Grundschule am Hammerschmiedweg soll in den kommenden Jahren saniert werden.

Wolfratshausen – Viel zu tun gibt es für den Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) in den kommenden Monaten. Denn Geschäftsführer Fritz Meixner berichtete in der jüngsten Sitzung des Jugend- und Kulturausschusses über eine steigende Nachfrage für die Angebote der Mittagsbetreuung und die Unterbringung in Kinderhorten.

Ende Januar und Anfang Februar fand die Einschreibung für Mittagsbetreuungen und Kinderhorte statt. Zeitgleich startete der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) als Träger eine Abfrage bei Kindern, die bereits die verschiedenen Einrichtungen besuchen. Die Zahlen stellte KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner nun dem Jugend- und Kulturausschuss vor.

Für insgesamt 222 Mädchen und Buben beginnt im Herbst an Wolfratshauser Grundschulen der Ernst des Lebens. Die hohe Zahl liege laut Meixner zum einem an einem geburtenstarken Jahrgang, zum anderen an den sogenannten „Korridorkindern“, die im letzten Jahr zurückgestellt wurden. Daraus ergebe sich vor allem an der Mittagsbetreuung Waldram und im Wolfratshauser Kinderhort „zwangsläufig ein höherer Betreuungsbedarf“. Denn 150 der 222 zukünftigen Erstklässler – das entspricht 67,5 Prozent – wollen diese Angebote in Anspruch nehmen.

Allein in den beiden Kinderhorten werden im Schuljahr 2020/21 voraussichtlich 191 Plätze benötigt – das sind 47 mehr als im Vorjahr. Im Vergleich mit dem Schuljahr 2007/2008 fällt die rasante Entwicklung noch mehr ins Auge. Damals belegten insgesamt 195 Kinder die Bildungs- und Betreuungseinrichtung des KJFV. „2020/21 werden es voraussichtlich 452 sein“, rechnete Meixner vor.

Grund zur Panik bestehe jedoch nicht. „Die Zahlen besitzen zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch eine gewisse Unschärfe, da die Schuleinschreibung erst im März stattfindet und sich erst dann herausstellen wird, wie viele Kinder in diesem Jahr zurückgestellt beziehungsweise tatsächlich eingeschult werden“, beruhigte der KJFV-Geschäftsführer. Der Jugend- und Kulturausschuss beauftragte den KJFV daraufhin einstimmig, in enger Kooperation mit den Schulleitern und der Stadt Wolfratshausen kurz- und mittelfristige Lösungsansätze zu erarbeiten. Peter Herrmann

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