Klein, aber Oho

Der Regenwurm – ein wichtiges Lebewesen

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Der Regenwurm.

Münsing – Jetzt, bei den häufigen Regengüssen, ist er wieder vermehrt zu sehen – der Regenwurm. Er verwandelt totes organisches Material wie Falllaub, Kompost und Pilzgewebe in fruchtbaren Boden, auf dem Nutz- und Wildpflanzen gedeihen. Der Bund Naturschutz gibt Ratschläge wie die jeder Einzelne selbst seinen Garten oder Balkon in ein Eldorado für Regenwürmer verwandeln kann.

Die großen Denker aus früherer Zeit wussten es bereits: so bezeichneten Charles Darwin und Aristoteles den Regenwurm als das wichtigste Lebewesen überhaupt. Sie gib es bereits seit einer halben Milliarde Jahren. Mit ihrem Mund saugen sie organische Material ein, im Schlund wird es mithilfe von Mineralpartikeln zermahlen, im Darm durch Verdauungsenzyme zersetzt und am Schluss werden kleine Regenwurmhäufchen ausgeschieden – „und das ist nährstoffreiche frische duftende Erde“, berichtet Beatrice Wagner. „Davon produziert jeder Regenwurm pro Jahr 4,5 Kilogramm“, so die Vorsitzende des Bund Naturschutz‘ in Icking weiter.

Anstatt im Herbst, Laub und Gartenabfälle zum Wertstoffhof zu bringen, und im Frühjahr von dort wieder Erde heranzuschleppen, sei es sinnvoller, „alles gleich an Ort und Stelle liegen zu lassen“, sagt Wagner. Denn Regenwürmer ziehen das Laub in die Erde und kümmern sich um alles Weitere. Heißt: je zahlreicher die Würmer im Garten buddeln, desto mehr bewirken sie. Damit sich Regenwürmer dort wohlfühlen, gibt es zwei Grundregeln zu beachten: „Sorgen sie dafür, dass es ausreichend organisches Material zum Verwerten gibt. Blätter also liegen lassen und den Kompost gut bestücken“, erklärt Wagner. Des Weiteren solle auf keine Fall Chemie im Garten eingesetzt werden: insbesondere keine kupferhaltigen Fungizide (gegen Pilzbefall). Sie sind pures Gift für die Würmer. Wagner gibt noch einen weiteren Tipp: „Wer doch Pflanzenerde zukaufen muss, der sollte darauf achten, dass die Erde torffrei ist. Denn für den Torf werden Moore zerstört, diese so einzigartigen Reservate ganz besonderer Lebenswelten.“ dwe

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