Samstag, 07.05.22: Einladung zum Klimafrühling 2022

Bäume fällen und verbauen für den Klimaschutz - Heimisches Holz als Klimaretter

gefällte Fichte
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Wenn eine starke Fichte gefällt wird, bekommen die Nachbarbäume mehr Platz zum Wachsen und Werden stabiler. Zudem können hunderte kleiner Bäumchen in die Lücke wachsen. Der CO2-Speicher „Wald“ bleibt erhalten, das entnommene Holz speichert das CO2 langfristig.

Im Holzmarkt Suttner wird ein Baum, dessen Fällung im Wald gefilmt wurde, live von einer großen Entrindungsmaschine entrindet und zu Brettern und Balken eingeschnitten. Diese werden in Holzwänden für Holzhäuser und in Holzmöbeln klimawirksam verbaut. 

Veranstaltungsort: Holzmarkt Suttner, Untermühltal 17, 83623 Dietramszell

Erster Rundgang:           10:00 Uhr

Zweiter Rundgang:         11:00 Uhr

Dritter Rundgang:           12:00 Uhr.

Ende ca. 15 Uhr

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Für eine Bewirtung mit kleiner Brotzeit und Getränken ist gesorgt. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.

Veranstalter: Impuls Forst und Holz; bestehend aus dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen, den Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen und Holzkirchen sowie der Zimmerer- und Schreinerinnung Miesbach- Bad Tölz-Wolfratshausen

Bäume fällen und verbauen für den Klimaschutz - Heimisches Holz als Klimaretter

Wie entstehen eigentlich Bretter und Balken, wie ein Holzhaus oder ein Holztisch? Wie kann damit der Klimawandel begrenzt werden? Und warum Bäume fällen für den Klimaschutz, ist das nicht ein Widerspruch?

Bäume fällen als aktive Waldpflege

Stabil und vielfältig werden unsere Wälder nur, wenn sie regelmäßig gepflegt und regelmäßig durchforstet werden. Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume erhalten die verbleibenden Bäume mehr Standraum und Licht und werden so stabiler. Gleichzeitig wird der Wald vielfältiger, da die Mischung unterschiedlicher Baumarten bewusst gefördert wird. Zudem kommt mehr Licht auf den Boden, was eine natürliche, vielfältige Erneuerung der Wälder ermöglicht. Dabei wird in unserer Region nur die Menge an Holz genutzt, die jährlich wieder nachwächst. Die perfekte Nachhaltigkeit! Und ein unverzichtbarer Beitrag zur Versorgungssicherheit mit heimischen Rohstoffen.

Impressionen Holzmarkt Suttner

Holzmarkt Suttner
Erleben Sie hautnah, wie ein Baum zu Balken und Brettern wird © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Umweltfreundlich bauen mit Bauholz aus dem bayerischen Oberland © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Rundholzvermessung bei Holzmarkt Suttner © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Gattersäge bei Holzmarkt Suttner © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Doppelsäumer bei Holzmarkt Suttner © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Bauholzsortierung bei Holzmarkt Suttner © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Trockenkammer bei Holzmarkt Suttner © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Hobelware bei Holzmarkt Suttner © WBV und Fa. Suttner
Holzmarkt Suttner
Stube in heller Esche Wandverkleidung Fichte vom Schreiner © WBV und Fa. Suttner

Holz bindet tonnenweise CO2

Der gefällte Baum besteht aus dem umweltfreundlichsten Rohstoff, den wir haben: dem heimischen Holz. Ein Baum speichert das Treibhausgas CO2 – genauer gesagt den Kohlenstoff daraus, den für uns zum Atmen lebenswichtigen Sauerstoff gibt er im Gegenzug an die Luft ab. Und dies in beträchtlichen Mengen und langfristig: So bindet ein Kubikmeter Holz etwa eine Tonne CO2. Da im Freistaat Bayern jede Sekunde ein Kubikmeter Holz nachwächst, wird damit jede Sekunde etwa eine Tonne CO2 der Atmosphäre entzogen.

Der kurze Transportweg zum regionalen Sägewerk, der dortige Einschnitt und die Verwendung der Balken und Bretter durch regionale Zimmerer und Schreiner vor Ort sparen viel Transportenergie. Durch das verbaute Holz wird das Kohlendioxid, das zuvor aus der Luft entnommen wurde, langfristig gespeichert. Das heimische Holz: einfach perfekter Klimaschutz!

Sowohl die Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen und Holzkirchen als auch die staatlichen Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen kümmern sich um den Wald und beraten und unterstützen die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Gemeinsames Ziel sind stabile, vielfältige und ertragreiche Wälder, die für den Klimawandel gerüstet sind und die vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft auch langfristig erbringen.

Die meisten Zimmereien aus dem Innungsgebiet bauen nach den beschriebenen Kriterien. Sie sanieren auch Bestandshäusern vorwiegend mit nachwachsenden Materialen. Damit wird der CO2-Ausstoß durch das Heizen verringert und mit den Dämmmaterialien CO2 langfristig gebunden. Die Zimmerei Bscheider zeigt am 07. Mai, wie das Schnittholz zu Holzhäusern weiterverarbeitet wird. Die Vorfertigung geschieht vor Regen geschützt in der Halle incl. Dämmung und wenn technisch möglich, sogar mit Fassade.

Die Innungsschreiner verarbeiten hauptsächlich einheimische Hölzer. Ahorn, Buche, Eiche, Fichte, Lärche und Obsthölzer wachsen im Oberland, prägen die Landschaft und werden zu vielfältigen Produkten wie Möbeln verarbeitet. Wer schon immer einmal „kleiner Schreiner“ sein wollte, die Schreinerinnung Miesbach/Bad Tölz-Wolfratshausen macht`s am 07. Mai möglich. (Text: WBV Wolfratshausen)

Weitere Infos und Bilder zum Klimafrühling finden Sie hier

Kontakt

Telefon: +49 8027 90880-0
Telefax: +49 8027 90880-8
E-Mail: info@holzmarkt-suttner.de
Website: www.holzmarkt-suttner.de

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