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Aus Kloster wird Franziskuszentrum

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Der Umbau des ehemaligen Franziskanerklosters, in dem zahlreiche soziale Organisationen und -zentren sowie das Mehrgenerationenhaus demnächst unterkommen, ist fast abgeschlossen.

Jetzt ging es im Stadtrat darum, dem neuen Gebilde auch einen Namen zu geben. Die Bezeichnung sollte kurz und treffend sein und auch einen Bezug zur Historie des Gebäudes behalten. Die Stadtverwaltung hatte sich deshalb in Absprache mit der Caritas, dem Hauptmieter und Hauptnutzer des Gebäudes, im Vorfeld auf die Bezeichnung „Franziskuszentrum“ geeinigt. Und so wird es auch künftig heißen. Der Name habe Bezug zur Örtlichkeit und zur Geschichte des Gebäudes als Kloster der Franziskaner und gleichzeitig einen Hinweis auf die jetzige Nutzung als soziales Zentrum, hatte die Verwaltung den Stadträten versichert. Andere Ausdrücke wie etwa Franziskaner-Sozialzentrum oder ähnliches wurden als zu lang verworfen. Man würde solche Bezeichnungen im Volksmund sicher nur abgekürzt verwenden, was es zu verhindern gelte. Doch vornehmlich aus den Kreisen der Freien Wähler gab es Kritik am neuen Namen. Das „Franziskaner-Kloster“ sei jetzt schon ein soziales Zentrum gewesen, konterte 2. Bürgermeister Andreas Wiedemann und Bad Tölz solle zu seiner Geschichte stehen. Unterstützung gab es vom Fraktionskollegen Ralph Munkert. „Zentrum“ sei ein moderner Begriff, „Kloster“ hingegen sei mehr spirituell, fügte er an. Auch Margot Kirste wollte den Begrifff „Kloster“ nicht so ohne weiteres aufgeben. Es gebe schließlich viele Schlösser oder Schlossplätze, die man heute noch so nenne, obwohl es keine Schlossherren mehr gebe. Die CSU verteidigte ihren Namenswunsch. Josef Steigenberger („das ist doch kein Kloster mehr“) und Josef Gerg („bei den älteren Tölzern wird das immer das Kloster bleiben, wir können uns ruhig vom Namen verabschieden“) stellten sich hinter ihren Parteifreund Josef Janker. Bei der Abstimmung votierten CSU, Grüne und Willi Streicher (SPD) mit ihren 15 Stimmen für die Neubenennung, die FWG und die beiden restlichen SPD-Räte (acht Stimmen) wollten sich vom Kloster nicht trennen.

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