Mittelstandsunion im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Knill einstimmig wiedergewählt

Königsdorf – Der Kreisverband der Mittelstandsunion (MU) wird weiter von Gerhard Knill geführt. Bei der Hauptversammlung im Posthotel Hofherr in Königsdorf wurde er von den 24 anwesenden Mitgliedern einstimmig wiedergewählt.

Als stellvertretende Vorsitzende werden ihn dabei Mario Lössl, Wolfgang Möckel und Christan Beese unterstützen. Dass die Aufgaben der MU nicht weniger werden, machte Knill in seiner Ansprache deutlich. So werde etwa die Gewerbesteuer ein großes Thema bleiben, ebenso der Mindestlohn. Zu diesem habe man bereits in 2011 eindeutig Stellung bezogen und sich „eine blutige Nase“ geholt. Doch werde man nicht ruhen, „den Finger in die Wunde zu legen“, wenn es denn sein müsse. Wichtig sei dabei Knill zufolge, dass dies stets auf einer sachlichen Ebene geschehe – ohne Polemik. Dieser Einsatz für den Mittelstand sei zwar zeitaufwändig, zahle sich aber aus. So sei in den vergangenen 15 Jahren seit der Neugründung der MU vieles auf den Weg gebracht worden. „Wir haben uns gut vernetzt und werden als starke, politische Kraft wahrgenommen“, sagte Knill. Die MU reiche in die Stadt- und Gemeinderäte hinein, der Kontakt mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber sei fruchtbar, man pflege gute Verbindungen zu den Wirtschaftsreferenten im Landkreis und sei aktiv bei Wahlen. Knill erinnerte zudem an einen „Pionier der MU“: Herbert Rost, der im vergangenen Jahr gestorben war. „Er war Gründungsmitglied der MU, Kassier und Beisitzer. Mit ihm haben wir nicht nur einen Freund verloren, sondern auch jemanden, der sich für Sachpolitik stark gemacht hat.“ Rost, der zuletzt Vize-Bürgermeister in Eurasburg gewesen war, habe sich zudem ebenfalls unermüdlich dafür eingesetzt, das gegenseitige Verständnis von Politik und Wirtschaft zu fördern. Dass die MU ein „geschätzter Ansprechpartner für Unternehmer“ sei, sagte der Landtagsabgeordnete Bachhuber. Auch hob er die bedeutende Stellung des Mittelstandes innerhalb des deutschen Wirtschaftsgefüges hervor. Rund 99,7 Prozent aller Unternehmer würden demnach dem Mittelstand angehören. Dieser stelle 70 Prozent aller Arbeitsplätze und bilde 82 Prozent aller Lehrlinge aus. „Der Mittelstand ist eine tragende Säule der Volkswirtschaft und trägt enorm zur Binnenkonjunktur bei.“ Ohne den Mittelstand wäre Deutschland im internationalen Wettbewerb längst nicht so erfolgreich. Bei der Gewerbesteuer müssten die Kommunen Bachhuber zufolge „mit Augenmaß“ vorgehen. „Der starke Ast der Wirtschaft darf nicht eingesägt und nicht geschwächt, sondern muss gestärkt werden.“ Die rund 24 anwesenden Mitglieder forderte der Landtagsabgeordnete dazu auf, den Politikern durchaus „auf die Füße zu treten“, wenn sie wichtige Themen der Wirtschaft nicht berücksichtigen sollten. dae

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