Rennen, um zu Leben

286 Sprinter und zwei Hunde erlaufen 10.820 Euro an Spendengelder

Für jeden gelaufenen Kilometer durften sich die Teilnehmer einen Punkt auf die Startnummer kleben. 32 Kilometer legte eine Läuferin am Gardasee zurück.
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Für jeden gelaufenen Kilometer durften sich die Teilnehmer einen Punkt auf die Startnummer kleben. 32 Kilometer legte eine Läuferin am Gardasee zurück.
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Königsdorf – Einmal von Königsdorf nach New York entsprechen etwa 6.500 Kilometer Luftlinie. Das ist fast genau die Strecke, die 286 Läufer für den Königsdorfer Lebenslauf zurück gelegt haben.

Aufgrund der aktuellen Situation gab es Anfang Oktober vor dem Vereinsheim des TSV Königsdorf lediglich einen symbolischen Startschuss für den „Königsdorfer Lebenslauf 2.0 – laufen, walken, gehen – für die Chance auf Leben!“. Mit nur wenigen Teilnehmern und unter hygienischen Bedingungen wurde der Spendenlauf für Krebskranke gestartet.

Das sprichwörtlich verflixte siebte Jahr hatte in diesem Jahr auch beim Königsdorfer Lebenslauf zugeschlagen. 2020 konnte durch die Corona-Pandemie keine Laufveranstaltung stattfinden. Hinter dem Lauf steht die Idee, dass sich Läufer einen Sponsor suchen, der für jede gelaufene Runde einen Betrag spendet. Das Ziel: möglichst viele Läufer laufen viele Runden, denn mit dem Sponsorenlauf finanziert die Regionalgruppe Oberbayern Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte, kurz B.L.u.T., einen großen Teil ihrer Arbeit zur Unterstützung von Krebspatienten und Angehörigen.

Als Alternative zu einer Laufveranstaltung waren im Oktober alle dazu eingeladen, am neu ausgedachten virtuellen Königsdorfer Lebenslauf 2.0 teilzunehmen. Dieser startete dem Vereinsheim des TSV Königdorf durch Herbert Dittmann von den Königsdorfer Gebirgsschützen ein echter Startschuss und einige wenige Teilnehmer sind – natürlich mit Abstand – symbolisch gestartet. 15 Tage lang hatten die Teilnehmer Zeit, so viele Kilometer wie möglich zu absolvieren und Sponsoren dafür zu suchen. Für jeden gelaufenen Kilometer klebten sich die Läufer selbst einen Punkt auf ihre Startnummern.

Am Ende waren es 286 Läuferinnen und Läufer sowie zwei Hunde die für den guten Zweck an den Start gingen. Zusammen liefen sie 6.434 Kilometer. Dabei haben sie 10.820 Euro Spenden erlaufen. Als größte Gruppe legte das Tölzer Landratsamt und Jobcenter mit 34 Starten insgesamt 1.438 Kilometer zurück.

Ergebnisse und Bilder

Online auf www.blutev.de gibt es weitere Ergebnisse, und auch eine Bildergalerie zu sehen.

„Es sind so viele Teilnehmer in vielen verschiedenen Bundesländern mitgelaufen und eine Läuferin war sogar am Gardasee unterwegs,“ freut sich Susanne Bogner, erste Vorsitzende der Regionalgruppe Oberbayern von B.L.u.T. „Es war ein Lauf der besonderen Art, jeder lief für sich alleine und trotzdem waren alle zusammen für den guten Zweck unterwegs.“ red

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