Fliegen in Zeiten von Corona

Luftrettungsstaffel Bayern fliegt 400 Stunden Einsätze – Segelflugzentrum Königsdorf unterstützt

 Einsatzflug der Luftrettungsstaffel
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Ein bei einem Einsatzflug der Luftrettungsstaffel entdeckte der Pilot einen Großbrand nordöstlich von Rosenheim.

Königsdorf/Straubing – Der Luftrettungsstaffel Bayern gehört das Segelflugzentrum Königsdorf an, das seit 1968 Piloten und Flugzeuge in den Dienst der Allgemeinheit stellen.

Vergangenen Samstag veranstaltete die LRSt am Flugplatz Straubing-Wallmühle (Niederbayern) nun ihre diesjährige Jahreshauptversammlung. Bei der Auch das Segelflugzentrum Königsdorf vertreten war.

Seit 1973 ist die Luftrettungsstaffel (LRSt)fester Bestandteil der Katastrophenschutzplanung des Freistaats Bayern. Alle Mitglieder der LRSt Bayern arbeiten dabei ehrenamtlich. Bei ihren von den Dienststellen des Freistaats angeordneten Flügen werden die Piloten von ausgebildeten Luftbeobachtern des Katastrophenschutzes, der Forstverwaltung oder der Kreisverwaltungsbehörden begleitet. In diesen Fällen sind die Flugzeuge durch zusätzliche eingebaute Funkgeräte des Katastrophenschutzes direkt mit den Hilfskräften am Boden verbunden. Aber auch bei ihren normalen Schulungs- und Reiseflügen halten die Piloten ihre Augen offen und melden Auffälligkeiten sofort an die zuständigen Bodenstationen.

Auch im für die Luftrettungsstaffel schwierigen Coronajahr konnte die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten werden. Während des Lockdown gab es spezielle Genehmigungen für die Wartung und Instandhaltung der Einsatzflugzeuge, sowie für die „Inübungshaltungsflüge“ der Einsatzpiloten. So konnten im Jahr 2020 bayernweit über 400 Stunden angeordnete Einsatzflüge durchgeführt werden. Die Besatzungen trugen während des Fluges einen Mund- und Nasenschutz.

In der Feuerwehrschule in Geretsried fanden heuer wieder Lehrgänge der Luftrettungsstaffel statt. Bei der Jahreshauptversammlung, bei der auch der Stützpunkt Königsdorf durch den stellvertretenden Stützpunktleiter Thomas Wendl am Segelflugzentrum Königsdorf vertreten war, wurde auch dem verstorbenen Einsatzpiloten Edi Eichenseher vom SFZ Königsdorf gedacht, der seit der Gründung der Luftrettungsstaffel am Aufbau und Erhalt des Dienstes am Segelflugzentrum Königsdorf beteiligt war. red

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