„Ein sauguter Haufen“Kommandant Robert Buxbaum lange nicht Amtsmüde / Feuerwehr Weidach leistet 800 Einsatzstunden

Kommandant Robert Buxbaum lange nicht Amtsmüde / Feuerwehr Weidach leistet 800 Einsatzstunden

Bedankte sich für den Einsatz: Kommandant Robert Buxbaum.

Wolfratshausen – Vor 146 Jahren gründete sich die Feuerwehr in der damals noch selbstständigen Gemeinde Weidach. Dass die Kameradschaft auch heute noch intakt ist, zeigte sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im voll besetzten „Roten Salon“ des Wirtshauses Flößerei. 

„Ich bin stolz dabei zu sein, weil Ihr ein sauguter Haufen seid“, lobte Buxbaum seine Truppe. Der Kommandant verzeichnete im vergangenen Jahr ein gestiegenes Aufgabenvolumen und einen Zuwachs an Herausforderungen. So rückten die 45 aktiven Mitglieder zu 65 Einsätzen aus – neun mehr als 2018. Sie unterteilen sich in sieben Brandeinsätze, 45 technische Hilfeleistungen und 13 sonstige Einsätze.

„Insgesamt wurden 2019 damit rund 800 Einsatzstunden geleistet, die alle unfallreich und erfolgreich beendet wurden“, so Buxbaum weiter. Hinzu kam für den regulären Übungsdienst der aktiven Mannschaft ein Zeitaufwand von ebenfalls rund 800 Stunden. Wie alle anderen Wehren im Landkreis waren auch die Weidacher aufgrund der starken Schneefälle und der Ausrufung des Katastrophenfalles im Januar 2019 voll gefordert. „Wir waren mehrere Stunden und ganztags im Einsatz, um Dächer zu räumen oder das von umsturzgefährdeten Bäumen ausgehende Risiko zu beseitigen“, betonte Buxbaum. Im Sommer konnte seine Mannschaft das Leben eines schwer verletzten Motorradfahrers retten, der an der Münchner Straße gegen die dortige Hangstützmauer geprallt war.

Nichts für schwache Nerven war auch eine Wohnungsöffnung am 17. August: Erkundungen ergaben, dass eine ältere Frau bereits seit zwei Tagen hilflos auf dem Boden lag. Dank einer Steckleiter und einem gekippten Fenster konnten die Weidacher Einsatzkräfte sich gerade noch rechtzeitig Zutritt zur Wohnung verschaffen und dem Rettungsdienst die Türe öffnen.

Nur eine Woche später musste gemeinsam mit den Feuerwehren aus Wolfratshausen, Gelting und Geretsried ein Dachstuhlbrand in Waldram gelöscht werden.

Am Ende betonte der Kommandant, dass er trotz der anstrengenden Einsätze noch lange nicht amtsmüde ist. „Das Schöne ist, dass ich hier gestalten kann und die Kommerzialisierung bei der Weidacher Feuerwehr noch nicht Einzug gehalten hat“, erklärte Buxbaum.

Dass nebenbei auch das Vereinsleben nicht zu kurz kam, bestätigten die Berichte des Vereinsvorsitzenden Franz Kerschbaumer und des Schriftführers Günther Schmitter. Höhepunkte waren der Faschingsball in der Weidacher Turnhalle, ein dreitägiger Skiausflug zur WSVI-Hütte Gerlosstein und die Teilnahme am Weidacher Adventsfeuerfest.

Kreisbrandinspektor Erich Zengerle lobte das hohe Ausbildungsniveau der Weidacher Floriansjünger: „Die 65 erfolgreichen Einsätze zeigen, dass Ihr Euer Handwerk versteht“. Bürgermeister und Feuerwehrmitglied Klaus Heilinglechner sieht deshalb nur in einer Hinsicht Nachbesserungsbedarf. So genügt das Feuerwehrgerätehaus in Weidach längst nicht mehr modernen Ansprüchen: „Da wird euch die Stadt unterstützen“, versprach er den Einsatzkräften. Peter Herrmann

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