Kreisausschuss goutiert Etat für 2014 – doch es gibt auch Kritik

„Ja, aber“

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600.000 Euro fließen 2014 ins Schulzentrum Geretsried. „Zu wenig“, angesichts der 25 Millionen Euro teuren Generalsanierung, meint Grünen-Kreisrat Klaus Koch.

Landkreis – Einen ausgewogenen Haushaltsentwurf hat Kreiskämmerer Ralf Zimmermann im Kreisausschuss präsentiert. Darin enthalten sind durchaus auch erfreuliche Wendungen. Etwa was eine deutliche Mehrung bei den Schlüsselzuweisungen anbelangt. Dennoch gab es auch kritische Stimmen zum Zahlenwerk.

So sind etwa Klaus Koch (Grüne) die 600.000 Euro, die 2014 für die Sanierung des Geretsrieder Schulzentrums eingeplant sind, deutlich zu gering. Denn wie erst kürzlich bekannt wurde, werden insgesamt 25 Millionen Euro ins Schulzentrum fließen. Grünen-Kreisrat Koch wollte wissen, ob die bis ins Jahr 2017 jeweils im Haushalt eingestellten 600.000 Euro „angesichts der nötigen 25 Millionen Euro fürs Schulzentrum nicht etwas tief gegriffen sind“. Zwar habe er selbst keine Lösung parat, doch eines müsse jedem klar sein: „Wir müssen da einen Haufen Geld in die Hand nehmen.“ 

„Wer das fordert, muss schon sagen, wohin wir dann den Neubau bauen können“

Überhaupt vermisst Koch einen Überblick darüber, „was wir bauen und was wir nur erhalten müssen“. Das gehöre künftig im Finanzplan ausgewiesen. Gerhard Hasreiter (CSU) griff nochmals die Frage auf, ob statt einer Generalsanierung des Schulzentrums nicht doch ein Neubau forciert werden sollte. „Wer das fordert, muss schon sagen, wohin wir dann den Neubau bauen können.“ Schließlich würde neben dem Schulzentrum bald der Neubau des Hallenbads errichtet, „auch soll ja noch die Turnhalle für die Schule entstehen – da bleibt kein Platz mehr übrig.“ Landrat Josef Niedermaier (FW) verwies auf das VOL-Verfahren, das weitere Erkenntnisse zum Sanierungsaufwand des Schulzentrums bringen dürfte. „Dann erst haben wir einen Gesamtüberblick.“ Der Kreisausschuss gab einstimmig sein Einverständnis zu den für 2014 im Haushalt eingeplanten Ansätzen. Und das Gremium fasste einen einstimmigen empfehlenden Beschluss für den Kreistag, den Etat abzusegnen. 

Zuvor aber kritisierte CSU-Fraktionschef Martin Bachhuber die Art der Haushaltseinbringung. Die Vorberatungen in Fachgremien und dem Kreisausschuss brächten so viel Arbeit mit sich, dass Bachhuber schon einmal ankündigte, künftig eine auf Stundenkontingente fest beschäftigte Fachkraft für die Fraktionen anstellen zu wollen. „700 Seiten Gesamthaushalt können nicht anders bewältigt werden.“ Für einen ehrenamtlichen Kreisrat sei das jedenfalls sehr schwierig.

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