Kreisschulausschuss diskutiert über Nordlandkreishallenbad

Geretsried erhält Förderung auch ohne Kreis

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Ob und in welcher Form das Nordlandkreisbad an den Start geht, ist ungewisser denn je.

Landkreis – Jede Menge Antworten gab es im Kreis-Schulausschuss auf den Fragenkatalog der CSU-Fraktion zum Nordlandkreishallenbad. Doch einher ging auch der Umstand, dass sich damit komplett neue Unklarheiten und Fakten ergaben.

So machte Landratsamtsjuristin Sabine Preisinger etwa klar, dass Geretsried auch ohne finanzielle Beteiligung des Landkreises am Projekt staatliches Fördergeld erhält. Damit erhielt die von ihr skizzierte kleine Planvariante „S“ neuen Schub. 

Der Hinweis von Herrmann Deger, Schulleiter des Geretsrieder Gymnasiums, dass im Jahresdurchschnitt nur zwei Doppelstunden Schwimmunterricht pro Woche im bestehenden Hallenbad gebucht werden, warf die Grundsatzfrage zur derzeitigen Diskussion um das interkommunale Hallenbad auf. Grünen-Kreisrätin Lucia Schmidt wollte wissen, was denn dann eigentlich die Basis der ganzen Diskussion sei. Schmidt hatte im Sachvortrag da bereits erfahren, dass weder die Realschule Wolfratshausen noch (aus belegungstechnischen Gründen) die Realschule Geretsried Schwimm-unterricht im Geretsrieder Hallenbad durchführten. Landrat Josef Niedermaier (FW) wies wiederholt darauf hin, dass es eben nur über das Argument „Schulsport“ gelinge, Fördermittel zu erhalten. Die Alternative dazu sei, dass es dann eben nirgends mehr Hallenbäder gebe, „denn alleine kann sich keine Kommune solch eine Infrastrukturmaßnahme für ihre Bürger leisten“. Um die dürfe es aber ohnehin nicht gehen – zumindest nicht bezüglich des finanziellen Engagements des Landkreises, betonte CSU-Kreisrat Thomas Holz. „Solch ein Bad wäre dann eine absolut freiwillige Leistung.“ Damit öffne man Tür und Tor für andere Gemeinden, die dann Subventionen für „jedes Lackerl beantragen, in dem eine Leiter hängt“. Auf Nachfrage von CSU-Rat Karl Murböck präzisierte Juristin Preisinger, dass die Stadt Geretsried auch ohne finanzielle Beteiligung des Landkreises in den Genuss von Fördermitteln komme. „Zumindest für die Schulsportklassen am Standort Geretsried.“ Und: „Konsequenterweise müsste eine Variante ,S’ geplant werden.“

Die Abarbeitung des Fragenkataloges zog sich auf anderthalb Stunden hin und zog eine detaillierte, konstruktive Diskussion nach sich. Ohne einen Beschluss zu fassen, zeigten sich alle Kreisräte mit dem von Landrat Niedermaier vorgestellten weiteren Vorgehen einverstanden. Der will innerhalb der nächsten zwei Wochen in einer Besprechung mit den Fraktionsführern einen Termin für eine weitere Infoveranstaltung klären. Von der Stadt Geretsried nahm kein Vertreter an der mit Spannung erwarteten Kreisschulausschusssitzung teil.  Thomas Kapfer-Arrington

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